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Finanzierungen: German Startups Group, MBB Clean Energy, pbb Deutsche Pfandbriefbank

Die German Startups Group bereitet in ihrem Büro in Berlin Tempelhof gerade den IPO des Unternehmens vor.
German Startups Group

IPO der German Startups Group beginnt

Das Berliner Beteiligungsunternehmen German Startups Group hat seinen Börsengang ins Rollen gebracht. Bis 16. Juli werden knapp 22,1 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 2,70 und 3,60 Euro je Aktie angeboten. Bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption würden die Nettoerlöse 64,1 Millionen Euro betragen. Davon sollen 61,6 Millionen Euro der German Startups Group zufließen. Die Handelsaufnahme ist für den 17. Juli geplant.

Im Rahmen des IPO werden hauptsächlich neue Aktien ausgegeben. Die bestehenden Aktionäre trennen sich nur bei Ausübung der Greenshoe-Option von etwa 2 Millionen Aktien, wie das Unternehmen mitteilte. Die Transaktion wird von der Commerzbank als Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner sowie von Hauck & Aufhäuser, BHF-Bank und Quirin Bank als Joint Bookrunner begleitet. 

MBB Clean Energy ist insolvent

Der Wind- und Solarparkinvestor MBB Clean Energy ist insolvent. Das Amtsgericht München hat Klaus E. Breithaupt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Nach mehr als zwei Jahren Ungewissheit ist damit der Tiefpunkt für die Gläubiger des Mini-Bonds erreicht. MBB Clean Energy hatte die Zinszahlungen bereits mehrfach ausgesetzt und in einem ungewöhnlichen Schritt auch die Globalurkunde des Bonds für ungültig erklärt. Die gesamte Entwicklung bei dem Mini-Bond-Emittenten können Sie auf unserer Themenseite MBB Clean Energy nachverfolgen.

pbb Deutsche Pfandbriefbank nennt Details zum Börsengang

Die Hypo Real Estate Holding will die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) an die Börse bringen. Die Preisspanne liegt zwischen 10,75 und 12,75 Euro je Aktie. Angeboten werden rund 101 Millionen Aktien oder 75,1 Prozent des Aktienkapitals der pbb. Über eine Mehrzuteilungsoption können bis zu 6,6 Millionen weitere Aktien oder 4,9 Prozent platziert werden. Mit dem IPO sind die Deutsche Bank und Citi als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners beauftragt.

Ursprünglich hatte der Bund einen Verkauf der Bank geplant, diesen jedoch im Juni abgeblasen. Die erste Handelsaufnahme ist für den 16. Juli geplant.

Weitere Finanzierungen

Chorus Clean Energy legt dagegen seinen Börsengang im Zuge der Griechenlandkrise auf Eis. Angesichts der Unsicherheit an den Kapitalmärkten ist dem Ökostromunternehmen das Risiko zu hoch. Zunächst hatte Chorus den Angebotszeitraum für den IPO verlängert, nun wird das Vorhaben aufgeschoben. Damit ist der Solar- und Windanlagenbetreiber nicht allein. In den vergangenen Wochen hatten bereits Ado Properties und CBR Fashion ihre geplanten Börsengänge verschoben.

Volkswagen Financial Services
hat sein ABS-Programm in China erweitert und zum zweiten Mal chinesische Autokredite verbrieft und bei Investoren platziert. Die Verbriefungstransaktion Driver China two hat ein Volumen von rund 1,9 Milliarden Renminbi oder rund 283 Millionen Euro. Die ABS-Transaktion wurde über die Tochter Volkswagen Finance China begeben. Die Tranche A mit einem Volumen von 1,66 Milliarden Renminbi wird mit 3,8 Prozent fest verzinst, die Tranche B über 104 Millionen Renminbi hat einen Zins von 5,2 Prozent.

Der Automobilzulieferer Continental zahlt zum 15. September seine im Jahr 2012 begebene US-Anleihe mit einem Volumen von 950 Millionen US-Dollar vier Jahre früher als geplant zurück. Der Kupon der Anleihe lag bei 4,5 Prozent. Der Rückzahlungspreis wurde auf 102,25 Prozent festgelegt.

Der PE-Investor Scottish Equity Partners hat sich in einer Series-C-Finanzierungsrunde mit 22 Millionen US-Dollar an Babbel, einem Anbieter von Onlinesprachkursen, beteiligt. Auch die bestehenden Investoren Reed Elsevier Ventures, Nokia Growth Partners und VC Fonds Technologies stellen dem Berliner Unternehmen weitere Mittel zur Verfügung. Diese sollen dem Wachstum und der Produktionsentwicklung dienen, wie Babbel mitteilte. Die Wirtschaftskanzlei Noerr agierte unter Federführung von Felix Blobel als Berater für Scottish Equity Partners.

Das auf Maschinenverkleidungen spezialisierte Unternehmen Bader hat sich mit einem neuen Bankenkonsortium refinanziert. Zu den Kreditgebern gehören die Baden-Württembergische Bank, Bremer Kreditbank, Commerzbank, Sparkasse Ulm sowie die Volksbank Ulm-Biberach. Die Finanzierung wurde durch die Bremer Kreditbank und die Landesbank Baden-Württemberg arrangiert. Beraten wurde Bader durch ein Team der Kanzlei P+P Pöllath + Partners um den Partner Frank Thiäner. Das Konsortium der Kreditgeber wurde durch die Kanzlei Latham & Watkins unter Federführung von Andreas Diem begleitet.

Amprion, ein Betreiber eines Höchstspannungsnetzes, hat rund 300 Millionen Euro zusätzliches Eigenkapital erhalten, um das Netz weiter auszubauen. Bereitgestellt wurde das Geld durch einen von dem Asset-Manager Commerz Real geführten Infrastrukturfonds. Über diesen Fonds sind 13 institutionelle Investoren mit insgesamt 74,9 Prozent an Amprion beteiligt. Die übrigen Anteile hält das Energieunternehmen RWE.

Das insolvente Windenergieunternehmen Prokon hat vom Amtsgericht Itzehoe grünes Licht für seinen Insolvenzplan erhalten. Die Gläubigerversammlung hatte sich gegen eine Übernahme durch den Energiekonzern EnBW gestellt und befürwortet die Fortführung Prokons als Genossenschaft. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, teilte das Gericht mit, dass das Insolvenzverfahren aufgehoben werden könne, sobald der Gerichtsbeschluss rechtskräftig  und die Genossenschaft in das Genossenschaftsregister eingetragen sei.

Die Brauerei Warsteiner weist Medienberichte über angebliche Finanzierungsschwierigkeiten zurück. Das Unternehmen teilte mit, dass das Konzernunternehmen Haus Cramer Holding knapp 200 Millionen Euro bei Kreditinstituten angelegt habe. Selbst abzüglich der Verbindlichkeiten aus der US-Anleihe in Höhe von rund 87 Millionen Euro liege das Nettovermögen bei über 100 Millionen Euro. Die US-Anleihe soll der Gruppe „zusätzlichen finanziellen Spielraum für weitere Akquisitionen“ verschaffen, heißt es.

WCM
hat die angekündigte Kapitalerhöhung über 156 Millionen Euro platziert. Im Zuge der Barkapitalerhöhung wurden neue Aktien zu einem Bezugspreis von je 2,05 Euro ausgegeben. Sole Global Coordinator war die Berenberg Bank. Die Oddo Seydler Bank war als Joint Lead Manager mandatiert. Mit dem Emissionserlös soll unter anderem der Kauf eines Immobilienportfolios finanziert werden. Beraten wurde WCM bei der Transaktion durch ein Team der Kanzlei Ashurst unter gemeinsamer Federführung von Marc Bohne und Matthias von Oppen.

Der Immobilieninvestor Hamborner REIT hat mit einer Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 101,6 Millionen Euro erzielt. Dazu wurden über Bezugsrechte zu einem Preis von 8,50 Euro je Aktie knapp 12 Millionen neue Aktien ausgegeben, was 71,7 Prozent der ursprünglich angebotenen Aktien entspricht. Aufgrund der aktuellen Marktlage wurden die übrigen Aktien nicht platziert. Der Nettoemissionserlös beträgt rund 98,5 Millionen Euro. Als Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner war die Bank Berenberg beauftragt. Weitere Joint Bookrunner waren Kempen & Co. sowie das Bankhaus Lampe. Die Banken wurden durch Hogan Lovells unter Federführung von Michael Schlitt beraten.

Das Unternehmen 4SC hat eine Barkapitalerhöhung abgeschlossen und darüber 29 Millionen Euro eingeworben. Der Bruttoemissionserlös liegt damit am oberen Ende der angestrebten Spanne. Insgesamt wurden 7,25 Millionen Aktien zu einem Bezugspreis von je 4 Euro platziert. Nach Angaben des Unternehmens haben sich neben Altaktionären wie der Santo Holding auch neue institutionelle Investoren wie Wellington Partners an der Kapitalmaßnahme beteiligt. Außerdem wurden über eine Sachkapitalerhöhung auch 1,5 Millionen Gegenleistungsaktien zum gleichen Preis ausgegeben, um im Gegenwert von 6 Millionen Euro ein Gesellschafterdarlehen abzulösen. Global Coordinator und Sole Bookrunner der Transaktion war die Baader Bank.

Das Unternehmen Pyrolyx, das aus Autoreifen Carbon-Black zurückgewinnt, hat zwei Kapitalerhöhungen platziert. Im Rahmen einer Barkapitalerhöhung wurden 39.577 Aktien zu einem Ausgabepreis von 103 Euro je Aktie über rund 4 Millionen Euro ausgegeben. Außerdem wurde eine Sachkapitalerhöhung über 104.000 Aktien abgeschlossen.

Das BiotechnologieunternehmenMedigene hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen. Die rund 5,6 Millionen neuen Aktien sind zum Handel im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Sole Global Coordinator und Sole Bookrunner der Transaktion war die Baader Bank. Als US Selling Agent war Trout Capital beauftragt.

Die E-Commerce-Plattform Global Fashion Group hat in einer Finanzierungsrunde 150 Millionen Euro eingeworben. Das Eigenkapital wird von den bestehenden Investoren um Kinnevik und Rocket Internet bereitgestellt. In diesem Rahmen bringen Kinnevik, Rocket Internet und Millicom ihre Anteile an zwei brasilianischen Onlineportalen mit einer Bewertung von 150 Millionen Euro in die Global Fashion Group ein. Damit erhöht sich die Bewertung der Global Fashion Group nach Angaben der Wirtschaftskanzlei Noerr auf 3,1 Milliarden Euro. Die Kanzlei beriet das Unternehmen bei der Transaktion unter Federführung von Christian Pleister.

Das Wagniskapitalunternehmen Robert Bosch Venture Capital hat eine Series B-Finanzierungsrunde des Biotechnologieunternehmens GNA Biosolutions angeführt. Dabei konnte das auf Schnelldiagnostik von Krankheitserregern spezialisierte Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 6 Millionen Euro einwerben. Bestehende Gesellschafter sind Mey Capital Matrix, die KfW und die Firmengründer. Robert Bosch Venture Capital wurde durch die Kanzlei P+P Pöllath + Partners unter Federführung von Michael Inhester beraten.

Die auf Mittelstandsfinanzierung spezialisierte Fondsgesellschaft Rantum Capital hat ihren ersten Kreditfonds für den deutschen Mittelstand über 100 Millionen Euro aufgelegt. Investiert haben nach Angaben von Rantum große Versicherungen, Pensionskassen und Vermögensverwalter, sowie die Gründer von Rantum Capital selbst. Die Investitionen des Fonds sollen sich auf Nachrangdarlehen mit Laufzeiten von fünf bis sieben Jahren konzentrieren.

Die Demire Deutsche Mittelstand Real Estate will ihr Altportfolio aus vor 2014 erworbenen Immobilien abwickeln. Von rund 60 Gesellschaften aus diesem Portfolio wurden bereits rund die Hälfte verkauft. Die übrigen sind in einer holländischen BV-Struktur zusammengefasst. Geplant ist die Veräußerung bis zum Jahresende. Aus der Transaktion erhofft sich das Unternehmen einen Liquiditätszufluss von 7,36 Millionen Euro. 

Ratingmeldungen

Die Senvion Holding hat von der Ratingagentur Moody’s die Ratingnote B2 für ihre Senior Secured Notes erhalten. Der Ausblick für das Rating wurde als stabil eingestuft. Die Agentur begründet die Beurteilung damit, dass die Anleihe den langfristigen Darlehen untergeordnet ist. Das langfristige Unternehmensrating der Senvion Holding von B1 bleibt unverändert bestehen.

Standard & Poor’s hat das Rating von Grenkeleasing bei BBB+ und A2 bestätigt. Die geplanten Additional Tier 1 Capital Notes des Unternehmens werden vorläufig mit BB- bewertet. Der Ratingausblick ist negativ, da die Kreditwürdigkeit des Unternehmens abnehmen könnte, falls Grenke seinen Wettbewerbsvorteil verlieren würde.

Scope Ratings hat dem Unternehmen Sachsenfonds das Management-Rating der Stufe A- entzogen. Grund ist das Auslaufen des Ratingmandates. Wegen fehlender Informationen konnte das Rating nicht mehr überprüft werden, wie die Agentur mitteilte. Es wurde zuletzt im Juli 2013 erteilt.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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