Asta Energy startet erfolgreich an der Börse
Der österreichische Kupferspezialist Asta Energy ist am vergangenen Freitag als erstes Unternehmen 2026 an der Frankfurter Börse gestartet. Die Aktie eröffnete zum Handelsstart bei 43 Euro und notierte damit 45 Prozent über dem Angebotspreis von 29,50 Euro.
Asta Energy platzierte insgesamt 6,45 Millionen Aktien. Davon stammen 4,24 Millionen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie rund 1,37 Millionen Aktien aus dem Bestand von Altaktionären. Hinzu kam eine Mehrzuteilungsoption über etwa 840.000 Aktien. Das Gesamtvolumen der Platzierung lag Asta Energy zufolge bei rund 190 Millionen Euro.
Die Österreicher hatten sich bereits vor dem Börsengang Zusagen namhafter Ankerinvestoren gesichert. Mehrere Fonds sowie Siemens Energy verpflichteten sich, Asta-Aktien im Wert von insgesamt 55 Millionen Euro zu zeichnen. Allein auf Siemens Energy entfielen dabei laut Asta Energy 25 Millionen Euro.
MTU platziert neue Wandelschuldverschreibungen
Der Münchener Triebwerksbauer MTU Aero Engines hat neue Wandelschuldverschreibungen im Volumen von 600 Millionen Euro platziert. Die Anleihen haben eine Laufzeit von siebeneinhalb Jahren und werden mit 0 Prozent verzinst. Die Schuldverschreibungen sind wandelbar in Stammaktien von MTU Aero Engines. Der dafür festgesetzte Wandlungspreis liegt bei 47,5 Prozent über dem Referenzaktienkurs von rund 392 Euro.
Die Erlöse aus den neuen Wandelschuldverschreibungen werden von MTU zur Finanzierung des Rückkaufs ausstehender Wandelschuldverschreibungen genutzt, die 2027 fällig werden. Im Rahmen des mit der Neuemission angekündigten Rückkaufangebots wurden Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 464,1 Millionen Euro zurückgekauft. Das entspricht rund 93 Prozent des ursprünglichen Volumens der Anleihen von 500 Millionen Euro. Die noch ausstehenden Anleihen in Höhe von rund 36 Millionen Euro hat MTU zum Rückzahlungstag, den 6. März 2026, vollständig gekündigt.
Das Bankenkonsortium für die Neuemission bestand aus BNP Paribas, der Deutschen Bank sowie HSBC. Clifford Chance hat MTU bei der Neuemission und dem Rückkaufangebot rechtlich beraten.
Frisches Kapital für Robotikunternehmen Robco
Robco, ein Robotikunternehmen mit Fokus auf physische KI (künstliche Intelligenz), hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar (rund 84 Millionen Euro) abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wurde von Lightspeed Venture Partners und Lingotto Innovation angeführt. Außerdem beteiligten sich Sequoia Capital, Greenfield Partners, Kindred Capital und Leitmotif.
Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Roadmap für physische KI beschleunigen und seine Präsenz in den USA ausbauen. „Mit der zusätzlichen Finanzierung über 100 Millionen US-Dollar wollen wir Robco zum führenden Anbieter von KI-gestützter Robotik für die industrielle Fertigung in den USA und Europa entwickeln“, sagt Roman Hölzl, CEO und Gründer von Robco. Die Roboter des Unternehmens sind bereits in unterschiedlichen industriellen Umgebungen im Einsatz, unter anderem bei Unternehmen wie BMW, T-Systems und Rosenberger.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Aroundtown hat eine neue Hybridanleihe in Höhe von 750 Millionen Euro und mit unendlicher Laufzeit platziert. Der anfängliche Kupon für die Anleihe liegt bei 5,125 Prozent. Das Orderbuch für die Emission war nach Angaben des Unternehmens fast vierfach überzeichnet. Den Emissionserlös will Aroundtown für die Refinanzierung ausstehender Schuldverschreibungen nutzen. Dafür gab das Unternehmen zeitgleich zur Neuemission ein Rückkaufangebot bekannt. Dabei ziele man in erster Linie auf Anleihen mit einem ersten Rückzahlungstermin im Jahr 2026 sowie auf unbefristete Schuldverschreibungen mit höherem Kupon ab. Das Rückkaufangebot startete am 27. Januar und läuft voraussichtlich am 3. Februar aus.
Der Parkraumbewirtschafter Apcoa hat eine neue Unternehmensanleihe im Volumen von 460 Millionen Euro platziert. Die Anleihe wird variabel verzinst und läuft bis 2031.
Die Schmid Group, ein Anbieter von Maschinen und Services für die High-Tech-Elektronik-, Photovoltaik-, Glas- und Energiesystembranche aus Freudenstadt, hat Wandelanleihen nach New Yorker Recht in Höhe von 30 Millionen US-Dollar (rund 25 Millionen Euro) in Verbindung mit Warrants ausgegeben. Die Schuldverschreibungen werden mit 7 Prozent, mit Payment-in-Kind-Option, verzinst. Fällig werden die Anleihen in zwei Jahren. Zudem führte das an der Nasdaq gelistete Unternehmen einen Debt-to-Equity-Swap von rund 27 Millionen US-Dollar mit dem Minderheitsaktionär XJ Harbour HK durch. Clifford Chance hat die Schmid Group bei der Anleiheemission und dem Debt-to-Equity-Swap beraten.
Terralayr hat eine Series-A-Finanzierungsrunde im Volumen von bis zu 192 Millionen Euro abgeschlossen. Zunächst werden im Rahmen der Series-A-Runde 112 Millionen Euro investiert. Wenn die Projekte die geplanten Fortschritte erzielen, können später noch einmal 80 Millionen Euro folgen. Die Finanzierungsrunde wurde von der europäischen Investmentgesellschaft Eurazeo angeführt. Zudem beteiligten sich bestehende Anteilseigner, wie Rive Private Investment. Skadden hat Terralayr beraten. Mit der Finanzierung plant das Battteriespeicherunternehmen, sein Portfolio an netzgebundenen Batteriespeichern in Deutschland weiter auszubauen und gleichzeitig seine Flexibility-as-a-Service-Plattform Layr zu skalieren.
Rating-Meldungen
Moody’s hat das „B3“-Rating von Apcoa bestätigt. Der Ausblick ist stabil.
Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.
