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Finanzierungen: EnBW, Helsing, RWE

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EnBW hat eine neue Kreditlinie aufgesetzt. Foto: nmann77 - stock.adobe.com
EnBW hat eine neue Kreditlinie aufgesetzt. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

EnBW stockt Kreditlinie auf 2 Milliarden Euro auf

Der Energiekonzern EnBW hat eine neue syndizierte Kreditlinie in Höhe von 2 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Linie enthält eine Option, das Volumen um 500 Millionen Euro zu erhöhen. Die Laufzeit der Kreditlinie beträgt fünf Jahre, mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr. Sie löst eine alte Kreditlinie aus dem Jahr 2020 in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ab.

Die Kosten des Kredits sind an Nachhaltigkeitsindikatoren geknüpft und können sich je nach Zielerreichung erhöhen oder reduzieren. Neben dem Ziel, Scope-1- und Scope-2-CO2-Emissionen zu reduzieren, ist erstmals auch ein Ziel zur Reduzierung von Scope-3-CO2-Emissionen im Kreditvertrag vorgesehen. Zudem wurde ein Ziel aufgenommen, das den Anteil EU-Taxonomie-konformer Investitionen umfasst.

Das Bankenkonsortium für die neue Kreditlinie bestand aus 21 Banken. Die BayernLB, BBVA, Commerzbank und SEB fungierten bei der Transaktion als Koordinatoren. SEB und BBVA waren zudem als Sustainability Coordinator tätig. Die Beratung des Konsortiums übernahm die Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer.

Helsing erhält 450 Millionen Euro

Das KI-Verteidigungsunternehmen Helsing hat in einer Series-C-Finanzierungsrunde 450 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von General Catalyst. Ebenfalls als Investoren beteiligt waren Elad Gil, Accel, Saab, Lightspeed, Plural und Greenoaks.

Das frische Kapital soll für die Produktenwicklung und Forschung des Unternehmens verwendet werden. Die Finanzierungsrunde steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Die Wirtschaftskanzlei Ypog hat Helsing bei der Finanzierungsrunde rechtlich beraten.

RWE schließt milliardenschwere Kreditlinie ab

RWE hat eine neue revolvierende Kreditlinie in Höhe von 5 Milliarden Euro abgeschlossen, von der 3 Milliarden Euro als Swingline-Fazilität bereitgestellt werden. Die Kreditmarge des neuen Darlehens ist an bestimmte Nachhaltigkeitsziele geknüpft, zu denen unter anderem die Reduzierung der CO2-Intensität des RWE-Anlagenportfolios gehört.

Die neue Kreditlinie löst einen der bestehenden Konsortialkredite des Energiekonzerns ab. Die finanziellen Mittel sollen für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden. Ein Konsortium aus 31 Banken begleitete die Transaktion. Freshfields Bruckhaus Deringer hat RWE beim Abschluss des Darlehens beraten.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Das Immobilienunternehmen Grand Citi Properties hat eine Anleihe in Höhe von 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert. Der Bond wird mit 4,375 Prozent verzinst und läuft fünfeinhalb Jahre. Das Orderbuch der Anleihe war mehr als siebenfach überzeichnet.

RDC Asset, eine deutsche Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Railroad Development Corporation, hat eine Finanzierung im niedrigen zweistelligen Millionenbereich für drei Elektrolokomotiven und 45 Nachtzugwagen erhalten. Die neue Flotte wird von dem Hamburger Unternehmen geleast und an europäische Staatsbahnen aus der Schweiz, Österreich und Schweden vermietet. Die Finanzierung wurde von der NordLB bereitgestellt und unter der Beteiligung der DAL Deutsche Anlagen-Leasing strukturiert, die über eine Objektgesellschaft Mietverkäuferin ist.

Peac Solutions, ein Anbieter für Leasing- und Finanzierungslösungen, hat im Rahmen seiner zweiten öffentlichen ABS-Transaktion insgesamt 500 Millionen Euro platziert. Mit der Emission sollen die Refinanzierungsquellen von Peac weiter diversifiziert werden. Beraten wurde das Unternehmen von der Wirtschaftskanzlei Hogen Lovells.

Der Pharmagroßhändler Phoenix aus Mannheim hat einen neuen Bond mit einem Volumen von 500 Millionen Euro emittiert. Der Kupon der Anleihe beläuft sich auf 4,875 Prozent und die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Das Orderbuch des Bonds war mit 2 Milliarden Euro vierfach überzeichnet.

Scirhom, ein Biopharmaunternehmen aus München, hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 63 Millionen Euro eingesammelt. Neben einigen Bestandinvestoren wie dem High-Tech-Gründerfonds und Philfund Ventures haben sich Bayern Kapital, Andrea Partners, Kurma Partners, Hadean Ventures, MIG Capital und Wellington Partners an der Runde beteiligt. Das Kapital soll für die weitere Entwicklung von Autoimmuntherapien verwendet werden.

Das Münchner Start-up Planqc hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro erhalten. Der Deeptech & Climate Fonds und Catron Holding haben die Finanzierungsrunde angeführt. Außerdem waren Bayern Kapital, die Max-Planck-Stiftung und die Bestandsinvestoren Speedinvest und UVC beteiligt. Einen zusätzlichen Zuschuss gewährte das Bundesministerium für Forschung und Bildung. Mit der Finanzierung sollen spezielle Quantencomputer des Unternehmens weiterentwickelt werden.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.