Newsletter

Abonnements

Finanzierungen: Flughafen Berlin Brandenburg, EnBW, Neumann Kaffee

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
Teilen auf LinkedIn
Teilen per Mail
URL kopieren
Drucken
Das neue Finanzierungspaket für den BER kommt ohne Staatshilfen aus. Foto: Ronald Rampsch – stock.adobe.com
Das neue Finanzierungspaket für den BER kommt ohne Staatshilfen aus. Foto: Ronald Rampsch – stock.adobe.com

Berliner Flughafen: Finanzierung ohne Staatshilfen

Die Betreibergesellschaft des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) hat ein Finanzierungspaket über 1,2 Milliarden Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Dem Unternehmen gelinge mit der neuen Finanzierung ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) zur Transaktion.

Mit dem frischen Kapital kann die Flughafengesellschaft nun einen im Juli 2026 fälligen Konsortialkredit frühzeitig ablösen. Der Kredit ist Teil eines Finanzierungskonzepts, welches die Flughafengesellschaft 2021 zusammen mit ihren staatlichen Gesellschaftern – den Ländern Berlin und Brandenburg sowie der Bundesrepublik Deutschland – erstellt hatte. Grund dafür waren unter anderem die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Das Finanzierungskonzept in Höhe von insgesamt bis zu 2,4 Milliarden Euro sah unter anderem Eigenkapitalzuschüsse der Gesellschafter vor.

Die neue Finanzierung hingegen kommt erstmals ganz ohne staatliche Hilfe oder Garantien aus. Insgesamt beteiligten sich zwölf Banken an der neuen Finanzierung – darunter deutsche, europäische und internationale Institute. Angeführt wurde das Konsortium von NordLB und Commerzbank.

EnBW in Australien

Der Energiekonzern EnBW hat zum zweiten Mal Anleihen am australischen Kapitalmarkt platziert. Die erste der zwei Tranchen hat ein Volumen von 250 Millionen australischen Dollar (umgerechnet rund 140 Millionen Euro), läuft sechs Jahre und wird mit 5,197 Prozent verzinst. Die zweite Tranche in Höhe von 300 Millionen australischen Dollar hat einen Kupon von 5,7923 Prozent und läuft bis Februar 2036.

Die Anleihen dienen der Finanzierung des Geschäftsjahres 2026. Im Oktober vergangenen Jahres wagte sich EnBW als erstes europäisches Energieunternehmen an den australischen Markt. Damals platzierten die Stuttgarter ihre ersten beiden Kangaroo Bonds im Gesamtvolumen von 1 Milliarde australischen Dollar.

Neumann Kaffee mit neuem Revolver

Die Neumann Kaffee Gruppe hat eine neue, unbesicherte revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar (rund 956 Millionen Euro) abgeschlossen. Die Transaktion war nach Angaben des Kaffee-Konzerns deutlich überzeichnet. Insgesamt beteiligten sich 18 Banken an der Kreditlinie. Angeführt wurde das Konsortium von ING und Unicredit.

Die neue Kreditfazilität umfasst zwei Tranchen mit Laufzeiten von drei Jahren beziehungsweise zwölf Monaten. Dentons hat die Banken bei der Finanzierung beraten. Freshfields übernahm die Beratung von Neumann Kaffee.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Der Hygienepapierproduzent Wepa plant die Emission einer neuen Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Millionen Euro. Die neuen Schuldverschreibungen werden mit einem Kupon von 4,5 Prozent verzinst. Der Abschluss der Transaktion ist für den 27. November vorgesehen. Die Erlöse aus der Emission sollen unter anderem für die Rückzahlungen einer ausstehenden Anleihe in Höhe von 400 Millionen Euro und mit einem Zinssatz von 2,875 Prozent verwendet werden.

Grünenthal, ein Pharmakonzern aus Aachen, hat das Pricing für die Aufstockung einer bestehenden Anleihe bekanntgegeben. Konkret soll die Unternehmensanleihe mit Laufzeit bis 2031, die der Konzern Ende 2024 emittiert hatte, um 175 Millionen auf insgesamt 675 Millionen aufgestockt werden. Die Aufstockung soll am 26. November erfolgen. Verzinst werden die Schuldverschreibungen mit 4,625 Prozent.

Die Emissionserlöse sollen zur Tilgung bestehender Bankverbindlichkeiten und für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Darunter fallen möglicherweise die Finanzierung von Zusatzakquisitionen, Zahlungen im Rahmen bestehender Joint-Venture-Vereinbarungen oder ähnliche Zahlungsausgänge, heißt es in einer Pressemitteilung von Grünenthal.

Rating-Meldungen

Fitch hat das „BBB+“-Rating von Vonovia bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

Fitch stuft die Hamburger Energiewerke von „AA–“ auf „A“ herab. Der Ausblick ist stabil.

Lea Teckentrup ist Redakteurin bei DerTreasurer und FINANCE. Zuvor arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bereich Debt Capital Markets in einer internationalen Großkanzlei. Sie hat Wirtschaftsrecht im Bachelor und im Master an der Universität Osnabrück sowie an der Universität Siegen studiert.