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Ferratum: Börsengang Anfang Februar

Der finnische Finanzdienstleister Ferratum will Anfang Februar an die Frankfurter Börse gehen.
iStock / Thinkstock / Getty Images

Der finnische Finanzdienstleister Ferratum tritt mit seiner deutschen Tochtergesellschaft Ferratum Capital in die heiße Phase des geplanten Börsengangs: Gestern Abend gab das Unternehmen den genauen Zeitplan bekannt. So beginnt am morgigen Donnerstag, den 22. Januar, die Angebotsphase. Enden wird sie spätestens am 4. Februar.

Das Unternehmen will rund 6,5 Millionen Stammaktien ausgegeben. Etwa 2,8 Millionen Aktien werden dabei aus dem Besitz der Altaktionäre von Ferratum kommen. Dieselbe Anzahl wird komplett neu ausgegeben. Weitere 850.000 Aktien können durch Ziehung der sogenannten Greenshoe-Option noch zugeteilt werden. Größter Aktionär nach dem IPO soll der CEO der Ferratum-Gruppe, Jorma Jokela, mit knapp 58 Prozent bleiben. Rund 30 Prozent der Anteile sollen dann bei externen Investoren im Streubesitz liegen.

Ferratum peilt bei der Erstnotierung eine Preisspanne zwischen 15 und 18 Euro pro Aktie an. Wenn die mittlere Spanne von 16,50 Euro erreicht wird, könnte das Unternehmen mit seinem IPO rund 107 Millionen Euro Brutto erlösen. Dabei würden etwa 3 Millionen Euro an Transaktionsgebühren fällig werden. Der endgültige Angebotspreis wird Ferratum zufolge am 4. Februar bekanntgegeben. Der Eintritt in den Prime Standard an der Frankfurter Börse ist für den 6. Februar geplant.

Ferratum bereits mit Mittelstandsanleihe am Kapitalmarkt vertreten

Gelistet ist Ferratum bereits mit einer Mittelstandsanleihe: Im Oktober 2013 emittierte das Unternehmen einen Mini-Bond in Höhe von 25 Millionen Euro mit einem Kupon von 8 Prozent. Die Mittelstandsanleihe wurde damals ausgegeben, um das Wachstum zu finanzieren, insbesondere für den Markteinstieg in Deutschland.

Die nun präzisierten IPO-Pläne geben der Anleihe schon seit längerem Auftrieb: Seit dem Herbst vergangenen Jahres, nach der ersten allgemeinen Ankündigung, Börsenpläne zu verfolgen, verbessert sich der Kurs des Papiers zusehends. Notierte der Bond damals mit 99 noch knapp unter Par, liegt er momentan schon bei knapp 104,5. Von der Ratingagentur Creditreform wird Ferratum derzeit mit BBB- bewertet.

Im Jahr 2013 erwirtschaftete Ferratum einen Umsatz von knapp über 58 Millionen Euro und erreichte einen Vorsteuergewinn von 3,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote belief sich bei einer Bilanzsumme von rund 72 Millionen Euro auf rund 22 Prozent. Die Eigenkapitalquote würde durch den IPO nun deutlich steigen, wodurch das Ausfallrisiko für die Bondgläubiger tendenziell sinken dürfte.

An die Börse gebracht wird Ferratum von den Konsortialbanken ICF, Equinet sowie Hauck & Aufhäuser. Die Kommunikation betreut die Wiesbadener IR-Agentur Cometis.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

jakob.eich@finance-magazin.de | + posts

Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.

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