Die Leasingsparte des Autovermieters Sixt könnte an die Börse kommen: Der Konzern prüft Details eines möglichen IPO.

Sixt

25.02.15
Finanzierungen

Sixt prüft IPO seiner Leasingsparte

Von Anna Wulf

Der Autovermieter Sixt erwägt, seine Leasing-Tochter an die Börse zu bringen. Mit dem neuen Kapital aus einem IPO könnte Sixt die Finanzierungsstruktur in diesem Geschäftsbereich verbessern. Die Kontrolle abgeben will Sixt aber nicht.

Der Autovermieter Sixt überlegt, sich aufzuspalten und die Leasingsparte an die Börse zu bringen. Derzeit prüft Sixt nach eigenen Angaben die Details eines möglichen IPOs von Sixt Leasing.

Der Geschäftsbereich Leasing ist bei Sixt die zweite Sparte neben der Autovermietung. 2013 erzielte der Leasingbereich einen Gesamtumsatz von 546,1 Millionen Euro, was einem Anteil am Konzernumsatz von fast 33 Prozent entspricht. Im gleichen Jahr erzielte der Bereich einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 43,1 Millionen Euro und trug somit knapp 25 Prozent zum Konzern-Ebit bei.

Bis zum Ende des dritten Quartals 2014 hat sich der Anteil der Leasingsparte am Konzernumsatz leicht erhöht und liegt mit einem Umsatz von 419,9 Millionen Euro bei 33,7 Prozent. Besonders dynamisch ist die aktuelle Entwicklung der Leasingsparte aber nicht: Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielte der Bereich Umsätze von 413,8 Millionen Euro. Das Ebit stieg in den ersten neun Monaten 2014 um knapp 10 Prozent auf 33,4 Millionen Euro.

Sixt Leasing braucht Eigenkapital für Wachstum

Der Börsengang soll dem Leasinggeschäft von Sixt nach Unternehmensangaben eine deutlich stärkere Kapitalausstattung verschaffen und die Finanzierungsstruktur verbessern. Außerdem soll das zukünftige Wachstum der Leasingsparte kein Kapital binden, das Sixt in die Expansion der Autovermietung stecken könnte, wo das börsennotierte Familienunternehmen aktuell unter anderem in den USA eine Investitionsoffensive führt. Der Konzern will die Eigenkapitalquote beibehalten, die 2013 bei 28,5 Prozent lag und nach eigenen Angaben erheblich höher sein soll als im Branchendurchschnitt.

Mit der Einbeziehung externer Aktionäre soll der Leasingbereich unabhängiger von der Konzernmutter werden. Aufgeben will Sixt das lukrative Leasinggeschäft allerdings bei Weitem nicht: Sixt will nach eigenen Angaben auch nach einem möglichen IPO weiterhin einen maßgeblichen Anteil an Sixt Leasing halten.


anna.wulf[at]finance-magazin.de