Finanzierungen: BMW hat eine Verbriefungstransaktion mit einem Volumen von 800 Millionen Euro platziert.

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21.12.15
Finanzierungen

Finanzierungen: BMW, Ekotechnika, GRR Group

BMW platziert eine Verbriefung, Ekotechnika schließt den Debt-to-Equity-Swap ab und die GRR Group refinanziert einen Kredit – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

BMW platziert Verbriefung in Höhe von 800 Millionen Euro

Die BMW Bank hat Autoleasing-Forderungen im Volumen von 800 Millionen Euro verbrieft. Die Zinsmarge beläuft sich auf 38 Basispunkte für die Senior-Tranche, die von der Ratingagentur Standard & Poor’s mit AAA bewertet wird. Der Automobilhersteller hat die Transaktion selbst arrangiert. Begleitet wurde die Transaktion durch die Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells, unter Federführung von Dietmar Helms.

Ekotechnika schließt Debt-to-Equity-Swap ab

Der deutsch-russische Landmaschinenhändler Ekotechnika hat seine im Frühjahr mit den Anleihegläubigern beschlossenen Finanzierungsmaßnahmen abgeschlossen. Im Rahmen einer Umtauschkapitalerhöhung wurden rund 1,5 Millionen neue Aktien gezeichnet. Das Angebot war zweieinhalbfach überzeichnet. Die Zahlung des Aktienbarausgleichs von EUR 89,77 je nicht ausgeübtem Aktienerwerbsrecht ist für den 30. Dezember 2015 geplant. Mit der Umsetzung des Debt-to-Equity-Swaps und der Barkapitalerhöhung im Oktober hat sich das Eigenkapital des Unternehmens um rund 70 Millionen Euro verbessert.

GRR Group refinanziert Kreditlinie vorzeitig

Die GRR Group, eine Investmentgesellschaft und Asset Manager im Immobiliensektor, hat eine Kredittranche über 83 Millionen Euro vorzeitig refinanziert. Der neue Kredit wurde von der UniCredit Bank begeben und läuft über zehn Jahre. Die bisherigen Kreditlinien wurden zurückgeführt. Mit den Mitteln werden 55 Immobilienobjekte aus dem Eigenbestand der GRR finanziert. Die Finanzierungskosten der betroffenen Objekte haben sich laut GGR durch die Refinanzierung halbiert.

Peach Property Group stockt Hybridanleihe nicht auf

Das Immobilienunternehmen Peach Property Group hat eine Hybridanleihe mit einem Volumen von 25 Millionen Schweizer Franken begeben. Die angestrebte Aufstockungsmöglichkeit der nachrangigen Obligation auf bis zu 50 Millionen Schweizer Franken konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben jedoch aus Zeitgründen und regulatorischen Beschränkungen nicht wahrnehmen. Ein entsprechendes Interesse seitens der Investoren bestehe jedoch, auf dass die Gesellschaft zurückkommen könne.

Weitere Finanzierungen

BMW hat von der KfW IPEX-Bank und der DZ Bank eine Finanzierung in Höhe von 161,6 Millionen Euro erhalten. Beide Geldgeber beteiligen sich zu gleichen Teilen. Mit den Mitteln errichtet der Autobauer eine umweltfreundliche Lackieranlage in München. Insgesamt will BMW in den kommenden Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in das Münchener Stammwerk investieren.

Das Immobilienunternehmen InCity Immobilien plant eine Barkapitalerhöhung mit mittelbarem Bezugsrecht. Es sollen bis zu 40 Millionen neue Aktien platziert werden. Der Bruttoemissionserlös soll sich auf bis zu 40,4 Millionen Euro belaufen. Mit dem Geld sollen Bestandsimmobilien zugekauft werden.

Die Deutsche Konsum Grundbesitz, die Einzelhandelsimmobilien verwaltet, hat den Schritt an die Börse gewagt. Insgesamt werden 15,1 Millionen Aktien gehandelt, die im Rahmen eines technischen Listings zum Handel zugelassen wurden. Obotritia Capital ist maßgebliche Aktionärin. Begleitet wurde der IPO an der Berliner Börse von der Oddo Seydler Bank. Die Bank wurde durch die Wirtschaftskanzlei Noerr unter Federführung von Stephan Schulz und Laurenz Wieneke beraten.

MS Spaichingen, ein Tochterunternehmen der Industriegruppe MS Industrie, hat mit der Commerzbank und der Baden-Württembergischen Bank zwei langfristige Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von rund 20 Millionen Euro vereinbart. Die Darlehen sind Mitte des kommenden Jahres abrufbar. Damit soll unter anderem die im Juli 2016 auslaufende 7,25-prozentige Anleihe refinanziert werden.

Die FinTech Group hat eine Kapitalerhöhung mit einem Volumen von 10 Millionen Euro platziert. Begeben wurden rund 0,6 Millionen Aktien zu einem Ausgabepreis von 16,50 Euro. Sole Bookrunner der Transaktion war Hauck & Aufhäuser Privatbankiers. Als Joint Broker war zusätzlich Mirabaud Securities mandatiert.

SCF Energy hat eine Wandelanleihe mit einem Volumen von 1,65 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2018 platziert. Allerdings kann das Papier noch auf bis zu 5 Millionen Euro aufgestockt werden. Der halbjährlich zahlbare Zins liegt bei 4 Prozent. Ausgegeben wurde die Anleihe zu 90 Prozent des Nennbetrags. Bei Wandlung in Aktien wird ein Wandlungspreis von 6,10 Euro fällig. Gezeichnet wurden die Papiere von bestehenden Investoren.

Syngis hat eine Barkapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von rund 5,6 Millionen Euro abgeschlossen. In diesem Rahmen wurden knapp 3 Millionen neue Aktien im Rahmen einer Bezugsrechtsemission und einer Privatplatzierung ausgegeben. Als Lead Manager agierten GBC Kapital und MC Services. Außerdem wurde das Darlehen des Haupteigners Genetrix mit einem Volumen von 0,6 Millionen Euro im Zuge einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Eigenkapital umgewandelt. Dazu wurden rund 300.000 Aktien zu einem Ausgabepreis von je 1,90 Euro ausgegeben.

Leclanché hat im Rahmen einer Privatplatzierung Wachstumskapital in Höhe von 6,9 Millionen Schweizer Franken eingeworben. Dazu hat das Unternehmen eine Kapitalerhöhung platziert, in deren Rahmen rund 1,9 Millionen neue Aktien zu einem Bezugspreis von 2,40 Euro je Aktie ausgegeben wurden. Zusätzlich hat Leclanché eine Pflichtwandelanleihe mit einem Volumen von 2,4 Millionen Schweizer Franken begeben. Das Papier ist im Dezember 2016 fällig.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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