Finanzierungen: Der Windturbinenbauer Senvion bereitet seinen Schritt an die Börse vor.

Senvion

14.03.16
Finanzierungen

Finanzierungen: Senvion, Volkswagen, Dortmund

Senvion hat die Preisspanne für den Börsengang festgelegt, Volkswagen begibt Auto-ABS und die Stadt Dortmund platziert den ersten Bond – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Senvion legt Preisspanne fest

Der Windanlagenbauer Senvion bereitet eine Privatplatzierung von bis zu 29,9 Millionen bestehenden Aktien vor. Das Unternehmen und die Eigentümer Centerbridge und Arpwood haben die Preisspanne für die Transaktion bei 20 bis 23,50 Euro festgelegt. Zudem besteht eine Mehrzuteilungsoption über von 3,9 Millionen Aktien. Bei einer Platzierung aller Aktien erwartet das Unternehmen einen Streubesitz von 46 Prozent. Ab 18. März sollen die Senvion-Aktien an der Frankfurter Börse gehandelt werden.

Basierend auf der Preisspanne ergibt sich eine Marktkapitalisierung zwischen 1,3 und rund 1,5 Milliarden Euro. Die Platzierung richtet sich an institutionelle Investoren. Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners sind die Deutsche Bank, J.P. Morgan und Citigroup. Joint Bookrunner sind zudem BofA Merrill Lynch, Barclays, Berenberg und Morgan Stanley. Als Co-Manager agieren Raiffeisen Bank International und Banco Santander. Als Finanzberater hat Senvion Rothschild mandatiert.

Deutsche Investorenkonferenz 2017

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Volkswagen platziert Auto-ABS in Australien

Volkswagen Financial Services hat eine ABS-Transaktion mit einem Volumen von 573 Millionen Australischen Dollar (rund 381 Millionen Euro) platziert. Es ist die dritte und bisher größte Auto-Verbriefungstransaktion des Konzerns in Australien.

Besichert sind die Papiere mit Forderungen von Volkswagen Financial Services Australia. Die Tranche A wurde zum australischen Referenzzinssatz 1-Monats-BBSW plus 170 Basispunkte platziert, die Tranche B plus 265 Basispunkte. Die Emission wurde von der Australia and New Zealand Banking Group und Volkswagen Financial Services arrangiert. Joint Lead Manager waren die Australia and New Zealand Banking Group sowie The Hongkong and Shanghai Banking Corporation.

Dortmund begibt die erste Anleihe

Nach mehreren Schuldscheinen und Städtegemeinschaftsanleihen hat die Stadt Dortmund zum ersten Mal alleine einen Bond begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 120 Millionen Euro. Ursprünglich waren nur 100 Millionen geplant, aufgrund der großen Nachfrage von Investoren konnte das Volumen aber erhöht werden. Das Papier läuft über sechs Jahre. Die Anleihe wird variabel mit dem 3-Monats-Euribor plus 39 Basispunkte verzinst. Begleitet wurde die Transaktion von DekaBank, HSBC und der Landesbank Hessen-Thüringen als Joint Lead Manager. Die Sparkasse Dortmund fungierte als Co-Manager.

Heidelberger Druckmaschinen senkt Zinslast

Heidelberger Druckmaschinen wird Mitte April weitere 64,5 Millionen Euro seiner 2011 begebenen Hochzinsanleihe zurückzahlen. Der Rückkauf erfolgt zu 102,3 Prozent. Derzeit stehen noch 115 Millionen Euro des Bonds aus, der mit 9,25 Prozent verzinst wird und bis 2018 läuft. Die Anleihe hatte ursprünglich ein Volumen von 300 Millionen Euro und wurde sukzessive getilgt. Die weitere Rückzahlung aus Barmitteln bringt CFO Dirk Kaliebe eine jährliche Zinsersparnis von rund 6 Millionen Euro.

Weitere Finanzierungen

Die Epta-Gruppe, die Kälteanlagen herstellt, hat Obligationen mit einem Volumen von 20 Millionen Euro und einer Laufzeit von sieben Jahren begeben. Der Zinssatz beträgt 2,3 Prozent. Die mit der Pricoa Capital Group, einem Tochterunternehmen der amerikanischen Gruppe Prudential Financial, abgeschlossene Transaktion kann auf bis zu 120 Millionen Euro ausgeweitet werden.

Im Rahmen des Börsengangs von Brain wurde die Stabilisierungsperiode beendet. Die Mehrzuteilungsoption in Höhe von 108.054 Aktien wurde ausgeübt. Der Streubesitz liegt bei 22 Prozent. Begleitet wurde die Transaktion von der Oddo Seydler Bank.

Die Hypothekenbank Berlin Hyp hat erstmals in der Geschichte einen Pfandbrief mit negativer Rendite begeben. Die Anleihe mit einem Volumen von 500 Millionen Euro und einer Verzinsung von 0 Prozent war so stark nachgefragt, dass die Emissionsrendite auf minus 0,162 Prozent sank.

Das Immobilienunternehmen Eyemaxx Real Estate hat mit der Platzierung einer zu 116 Prozent grundpfandrechtlich besicherten Anleihe mit einem Kupon von 7 Prozent und einer Laufzeit von fünf Jahren begonnen. Es sollen bis zu 30 Millionen Euro eingeworben werden. Creditreform bewertet das Papier mit einer Bonitätsnote von BBB. Mit dem Erlös werden die in diesem Jahr sowie die 2017 fällige Anleihe refinanziert.

3W Power bietet seinen Gläubigern den Rückkauf der 2019 begebenen Anleihen an. Die Höhe des Rückkaufpreises liegt bei 101 Prozent vom Kaufbetrag. Dadurch soll sich der Nennbetrag der Unternehmensanleihe von 50 Millionen Euro auf 45 Millionen reduzieren. Das Unternehmen will damit Zinszahlungen bis zu 1,7 Millionen Euro einsparen. Die Abwicklung der Rückkäufe übernimmt Oddo Seydler.

Der Schweizer Batteriehersteller Leclanché hat mit Ace & Company eine neue Kreditfazilität über 10 Millionen Schweizer Franken sowie eine zusätzliche Finanzierung in derselben Höhe vereinbart. Die zusätzliche Fazilität läuft bis Juni 2017 und wird jährlich mit 8 Prozent verzinst. Sie kann in Stammaktien gewandelt werden – sofern eine Finanzierungsrunde abgeschlossen wird, ist die Wandlung Pflicht. Außerdem hat Ace die ausstehenden Wandelvereinbarungen aufgekauft, die im Rahmen des Kreditvertrags mit Recharge emittiert wurden.

Das Beteiligungsunternehmen Luxempart hat rund 10 Prozent der Anteile an Nanogate, einem Hersteller von Hochleistungsoberflächen, erworben. Verkäufer ist der bisherige Ankeraktionär BIP Investment Partners. Nanogate befindet sich zu etwa 64 Prozent in Streubesitz.

Die Mittelstandsanleihe des Naturkosthändlers Schneekoppe ist wieder für den Handel freigegeben. Die Gläubiger hatten vor knapp einem Jahr einen Sanierungsplan vereinbart. In diesem Rahmen wurde der Nominalwert der Anleihe von 10 Millionen auf etwa 1,1 Millionen Euro gesenkt und die Laufzeit bis 2020 verlängert.

Ratingmeldungen

Die Deutsche Telekom hat ihrer US-Tochter 2 Milliarden US-Dollar für eine anstehende Frequenzauktion in den USA bereitgestellt, wie die Nachrichtenagentur Dow Jones berichtete. Die Ratingagentur Fitch sieht in der Transaktion eine engere strategische und rechtliche Verbindung. Dadurch verringere sich der Spielraum für Neuverschuldung, welche die Telekom im Rahmen ihres derzeitigen Ratings von BBB+ aufnehmen kann.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Unternehmensfinanzierung.