Das Damenmodelabel More & More hat sein Eigenkapital durch eine Barkapitalerhöhung gestärkt. Ein langjähriger türkischer Geschäftspartner habe sich zunächst mit 12 Prozent beteiligt, teilte das Unternehmen mit. Angesichts des negativen Jahresergebnisses 2013 senkte die Ratingagentur Creditreform das Unternehmensrating dennoch um zwei Stufen von B+ auf B-.

More&More

21.05.14
Finanzierungen

More & More: Eigenkapital gestärkt, Rating abgestuft

Das Damenmodelabel More & More hat sein Eigenkapital durch eine Barkapitalerhöhung gestärkt. Ein langjähriger türkischer Geschäftspartner habe sich zunächst mit 12 Prozent beteiligt, teilte das Unternehmen mit. Angesichts des negativen Jahresergebnisses 2013 senkte die Ratingagentur Creditreform das Unternehmensrating dennoch um zwei Stufen von B+ auf B-.

More & More-Chef Karl-Heinz Mohr, Gründer und bislang Alleingesellschafter der Damenmodefirma, gibt Geschäftsanteile ab: Ein türkischer Geschäftspartner habe 12 Prozent der Firma erworben, hieß es in einer Mitteilung vom heutigen Vormittag. Diese Beteiligung soll bis Ende 2015 auf 19 Prozent aufgestockt werden. Aus der Barkapitalerhöhung fließen dem Filialisten unmittelbar 2,625 Millionen Euro zu. Weitere 1,65 Millionen Euro folgen bis Ende 2015 mit der geplanten Erhöhung der Beteiligung. Das bis dato leicht negative Eigenkapital (vorläufige Zahlen zum 31.12.2013) steigt durch die erste Stufe der Kapitalerhöhung auf eine Eigenkapitalquote von 6 Prozent. Mit den Kapitalmaßnahmen will More & More die Restrukturierung der Organisation vorantreiben und unabhängiger gegenüber Banken und anderen Finanzierungspartnern werden.

Schafft More & More 2014 den Turnaround?

Der bisherige Alleingesellschafter Karl-Heinz Mohr verwies darauf, dass trotz rückläufiger Umsätze 2013 ein positives Ebitda erzielt wurde. Nach zwei Jahren der Restrukturierung 2011 und 2012 sehe sich More & More 2013 von einem schwierigen Marktumfeld gebremst, das auch anderen Bekleidungsherstellern zu schaffen mache. Nach vorläufigen Zahlen lag der Umsatz 2013 mit 44,6 Millionen Euro etwas tiefer als 2012 (45,2 Millionen Euro). Im laufenden Jahr soll der Konzernumsatz durch den Ausbau der Vertriebsbasis mit Franchise-Partnern um 12 Prozent steigen. Das Ebitda soll in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro erreichen und zudem soll ein positives Ergebnis vor Steuern erzielt werden.

Die im Juni 2013 begebene Mittelstandsanleihe über 8 Millionen Euro, die im März um 1,5 Millionen Euro aufgestockt wurde, notiert derzeit bei rund 70 Prozent.

marc-christian.ollrog[at]finance-magazin.de