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Carsten Bovenschen, Akasol AG

Carsten Bovenschen

Juwi-Gruppe

Unternehmen:
Juwi-Gruppe
Ressort:
Finanzen/Controlling, Investor Relations, Personal, Recht, IT und Verwaltung
Position:
CEO und CFO seit November 2021
Ausbildung:
Studium der BWL an der RWTH Aachen, Abschluss als Diplom-Kaufmann
Geburtstag:
21.05.1964
Familie:
Verheiratet, zwei Kinder
Ehrenamt:
Keine Angaben
Hobbies:
Reisen, Skifahren, Fan von Borussia Mönchengladbach
Karriere:

Im Jahr 1994 schließt Bovenschen sein Studium ab und beginnt seine berufliche Karriere als Assistent der Geschäftsleitung der BBmedica, 1995 wechselt er als Head of Controlling zum Logistikunternehmen Scansped, das heute zu Schenker gehört. Von Mai 2000 bis zum Erwerb der Anteile durch ITT Industries 2004 ist Bovenschen Finance Director bei dem börsennotierten Wassertechnologie-Unternehmen Wedeco, davon 16 Monate als CFO der US-Tochtergesellschaft.

Im April 2004 wechselt er als Bereichsleiter Konzernfinanzen zur Coveright Surfaces Holding, einem Spin-off der niederländischen Akzo Nobel. Von Mai 2007 bis Dezember 2010 ist er Finanzvorstand beim Solar-Maschinenbauer Roth & Rau. Ab Juni 2012 ist er CFO bei Solarwatt – zunächst  als Mitglied des Vorstands, nach dem Rechtsformwechsel im Januar 2013 als Geschäftsführer und Gesellschafter.

Im Januar 2018 tritt Bovenschen von seinem Posten als Finanzvorstand bei Solarwatt zurück. Ein Jahr später wird er CFO bei dem kurz zuvor an die Börse gegangenen Batterieproduzenten Akasol. Das Unternehmen, das im Sommer 2021 vom US-Konzern BorgWarner übernommen wird, verlässt er im September des gleichen Jahres, um Platz für den BorgWarner-Manager Jörg Reinhardt zu machen.

Im November 2021 fängt Bovenschen bei der Juwi-Gruppe an: Bei dem Projektentwickler für Windenergie und Photovoltaik wird er sowohl Vorstandsvorsitzender als auch CFO.

Karriere-Highlights:

1) Als Head of Group Finance unterstützt Bovenschen 2006 die Rekapitalisierung der Coveright Gruppe durch Senior Loan Facilities im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

2) Als CFO von Roth & Rau gelingen Bovenschen im April 2008 eine Kapitalerhöhung über 101 Millionen Euro und der erfolgreiche Wechsel von Roth & Rau aus dem Entry in den Prime Standard und schließlich der Aufstieg in den TecDax. Damit bringt er Roth & Rau als erstes Unternehmen über den Entry Standard in einen Auswahlindex der Deutschen Börse. In seiner Ägide als Finanzvorstand bei Roth & Rau versechsfacht sich der Umsatz des Anlagenbauers auf fast 300 Millionen Euro. Bei seinem Ausscheiden übergibt Bovenschen eine Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von über 70 Prozent und gut 60 Millionen Euro Cash.

3) Unter der Leitung von CFO Carsten Bovenschen hat Solarwatt 2012 als eines der ersten Unternehmen das Schutzschirmverfahren zur Insolvenz in Eigenregie erfolgreich durchlaufen. In nur vier Monaten kann Bovenschen das Unternehmen restrukturieren. Lieferanten und Anleihegläubiger erhalten nach Planquote 16 Prozent ihrer Forderungen zurück. Nachrangige, unbesicherte Gläubiger erhalten keine Quote, dazu gehören auch die Altaktionäre. Die Banken müssen bisher allerdings keine Zahlungsausfälle hinnehmen, sondern stunden lediglich Kredite.

4) Im Juni 2014 übernimmt Solarwatt Teile der insolventen Centrosolar und schaltet damit nach einer schwierigen Phase wieder in den Angriffsmodus: Das Unternehmen erwirbt die Centrosolar-Töchter in den Benelux-Staaten und Frankreich sowie die internationalen die europäischen Markenrechte von Centrosolar. Zwei Jahre später erwirbt Solarwatt das Technologie-Startup E-Wolf, einen Entwickler und Anbieter von Batteriemodulen. Das Ziel des Zukaufs ist laut Bovenschen, die Kosten der Solarwatt-Stromspeicher weiter zu senken.

5) Nach zwei Jahren als Finanzchef des Batterieherstellers Akasol hat sich der Umsatz nach eigenen Angaben verdreifacht, die Mitarbeiterzahl hat sich im gleichen Zeitraum verdoppelt. In den USA nahm Akasol zudem einen neuen Standort in Betrieb. Im Jahr 2021 geht Akasol an den US-Autozulieferer BorgWarner – ein Deal, den Bovenschen während der Coronakrise einfädelt.