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Dr. Matthias  Zieschang, Fraport AG

Dr. Matthias Zieschang

Fraport AG

Unternehmen:
Fraport AG
Ressort:
Controlling, Finanzen, Investor Relations, zentrales Infrastrukturmanagement, Akquisitionen und Beteiligungen, Rechnungswesen
Position:
CFO seit April 2007
Ausbildung:
Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre sowie wissenschaftliche Assistenz und Promotion an der Technischen Hochschule Darmstadt
Geburtstag:
07.01.1961
Familie:
Verheiratet, drei Töchter und ein Sohn
Ehrenamt:
Lehrauftrag an der Frankfurter Goethe-Universität
Hobbies:
Familie, Sport, Lesen (vor allem Geschichtsbücher)
Karriere:

Zieschang ist von 1990 bis 1994 bei der BASF Referent im Finanzbereich. 1994 wechselt er zur neu gegründeten Deutsche Bahn AG, wo er als Hauptabteilungsleiter den Bereich Finanzstrategie und Planung aufbaut. 1997 übernimmt er den Bereich Projekt- und Beteiligungsfinanzierung. Außerdem wird er in Personalunion zum Geschäftsführer der Deutsche Bahn Projekt Finanzierungs-GmbH ernannt. Von 1999 bis 2001 entsendet ihn Bahn-CFO Diethelm Sack als CFO (Ressorts Finanzen, Controlling, IT) zur sich in der Krise befindlichen Reederei Scandlines, die saniert und anschließend verkauft werden kann.

2001 bis 2007 ist er CFO des ebenfalls restrukturierungsreifen Teilkonzerns Deutsche Bahn Netz AG, wo er das Ressort Finanzen und Controlling sowie den Unternehmensbereich Zugbildungsanlagen verantwortet und sich stark für den beabsichtigten Börsengang des Bahnkonzerns engagiert. Dann kommt das reizvolle Angebot, allein verantwortlicher CFO eines börsennotierten Konzerns und gleichzeitig für die internationalen Beteiligungen zuständig zu sein: Seit April 2007 ist Zieschang Finanzvorstand des Flughafenbetreibers Fraport

Karriere-Highlights:

1) Für sein beherztes Eingreifen in der Coronakrise und die Sicherung der Liquidität des Fraport-Konzerns mit Hilfe zahlreicher Schuldscheine und einer großen ungerateten Anleihe wird Matthias Zieschang im November 2020 zum CFO des Jahres 2020 gekürt.

2) Zieschang stellt die Refinanzierung des  Ausbauprogramms am Frankfurter Flughafen sicher. Erweiterungsinvestitionen wie der Bau der vierten Bahn sowie des neuen Flugsteigs A+ werden unter anderem über Kapitalmarktverbindlichkeiten in Höhe von mehr als 4 Milliarden Euro finanziert. Bemerkenswert ist die Emission eines ungeraten zehnjährigen Benchmark-Bonds  (Fälligkeit: 2019) , die Platzierung von Schuldscheindarlehen über mehr als 2 Milliarden Euro sowie bilaterale Bankkredite über eine noch größere Summe.

3) Der Liquiditätsbestand regelmäßig über 1 Milliarde Euro wird durch ein aktives Asset Management verwaltet, das die Cost-of-Carry weitgehend auf 0 senkt.

4) Zu Zieschangs M&A-Transaktionen gehören unter anderem die Beteiligungen an 14 griechischen sowie weiteren Flughäfen in Antalya, St. Petersburg Pulkovo, Xian (China), Ljubljana sowie zwei großen Airports in Brasilien. Auf der Verkaufsseite steht unter anderem das Abstoßen des defizitären Flughafens Hahn und des margenschwachen Sicherheitsgeschäfts ICTS Europe.

5) Zieschang baut bei der neu gegründeten Deutsche Bahn AG im Finanzbereich neue Strukturen auf und führt bei Scandlines und der Deutschen Bahn Netz AG erfolgreiche Restrukturierungsprogramme durch.