In der Strategieberatung EY-Parthenon verstärkt ein neuer Partner das Private-Equity-Team: Rob Kortman hat Anfang Juli in Düsseldorf angefangen. Er kommt von PwC, wo er ebenfalls als Partner tätig war und den Bereich Working Capital Management & Solutions geleitet hat.
Seit März 2012 war Kortman als Partner bei PwC tätig – seine bisher längste Karrierestation. Zuvor arbeitete er unter anderem für Cap Gemini Ernst & Young, Axon Solutions und die REL Consultancy Group. Von 2009 bis 2012 war er als Mitgründer und Director für die Beratung Working Capital Excellence aktiv. Auch EY kennt er von einem kurzen Zwischenspiel bereits: 2004 war er für acht Monate als Assistant Director für EY tätig.
EY setzt auf Kortmans Working-Capital-Expertise
Kortman bringt vor allem Expertise in den Bereichen Cash Management und Working Capital sowie Transformationsprozessen mit. Diese Skills machen ihn für den Strategieberatungsarm von EY attraktiv.
Constantin M. Gall, Managing Partner Strategy and Transactions bei EY in Deutschland und der Region Europe West, sagt: „Unternehmen befinden sich heute zunehmend im Spannungsfeld der Transformation und stehen damit vor der Frage: selbermachen oder dazukaufen? Abspalten oder neuausrichten? In allen Szenarien spielt die Finanzierung der Veränderung eine zentrale Rolle – und hierbei sind insbesondere die Optimierung des Working Capitals und des Cash Flows elementare Stellhebel. Rob Kortman vereint dafür die notwendige Erfahrung und Expertise.“
Im Sommer 2022 hatte EY angekündigt, bis 2026 weltweit rund 1 Milliarde Euro in den Ausbau der Private-Equity-Aktivitäten zu investieren. Mit Ralph Niederdrenk konnte das Big-Four-Haus bereits 2022 einen erfahrenen Partner von PwC für Private-Equity-Team in München gewinnen.
Abgang eines EY-Restrukturierungsteams
Zuletzt musste die Beratung jedoch mehrere Abgänge verkraften, besonders in der Restrukturierung. Ein sechsköpfiges Team um den bisherigen Director Claudius Hauenstein war zu der deutlich kleineren Beratung Strateco gewechselt. Hauenstein ist seit Anfang Juli Partner bei Strateco.
Parallel zu der guten Personalnachricht scheint auch der Wirtschaftsprüfungsteil von EY punkten zu können, allerdings in der Schweiz: Nach Informationen der Financial Times behält EY dort das Prüfmandat für die UBS und übernimmt damit ab 2024 auch den Auftrag für die Credit Suisse von PwC.
Erika von Bassewitz ist Redakteurin bei FINANCE. Sie hat Philosophie und Französisch an der Humboldt-Universität in Berlin sowie an der Université de Genève studiert und mit einem Magister Artium abgeschlossen. Vor FINANCE war sie mehr als acht Jahre Redakteurin in der Multimediaredaktion des Medienhauses der EKHN. Davor war sie unter anderem Redakteurin beim HR-Magazin von monster, freie Autorin bei Deutsche Welle TV und freie Mitarbeiterin bei der Westdeutschen Zeitung.
