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Deag will zurück an die Börse

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Nach drei Jahren will die Deag an die Börse zurückkehren. Foto: Marco - stock.adobe.com
Nach drei Jahren will die Deag an die Börse zurückkehren. Foto: Marco - stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie hatte dem Konzertveranstalter Deag besonders zugesetzt. Eine Folge war im Januar 2021 der Rückzug von der Börse. Nun will die Deag noch im ersten Quartal 2024 wieder an die Frankfurter Börse zurückkehren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Die Deag plant für den Re-IPO ein Angebot bestehend aus neuen Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung kommen sollen, sowie aus bestehenden Aktien von Altaktionären. Dazu zählen unter anderem der Großaktionär Apeiron und der Investor Mike Novogratz, die das Unternehmen mit einer Übernahme Anfang 2021 von der Börse genommen haben.

Deag holt frisches Kapital rein

Für den Börsengang will die Deag über eine Kapitalerhöhung frisches Kapital einsammeln. Der Ticketvermittler geht bei der Finanzierung von einem Emissionserlös zwischen 40 bis 50 Millionen Euro aus. Ein kleiner Teil der Erlöse soll zudem für die Rückzahlung bestimmter Bankdarlehen sowie „für allgemeine Unternehmenszwecke“ verwendet werden.

Hauck Aufhäuser Lampe agiert während der Transaktion als Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner. Die Bank taxiert den Börsenwert des Unternehmens dem „Handelsblatt“ zufolge auf 308 bis 343 Millionen Euro. Die Baader Bank fungiert zudem ebenfalls als Joint Bookrunner, Pareto Securities als Co-Lead Manager.

Mit dem IPO will sich die Deag Geld für weiteres Wachstum sichern und „ihre Buy & Build-Akquisitionsstrategie weiter beschleunigen“, heißt es in der Mitteilung. Die Wachstumspläne des Konkurrenten von CTS Eventim sind dabei eigenen Angaben zufolge auf margenstarkes Ticketing sowie auf „margenstarke Opportunitäten im Bereich Live Entertainment“ gerichtet.

„Wir glauben, dass unser Geschäft ein enormes Wachstumspotenzial hat. Von der Steigerung der Ticketverkäufe über unsere eigenen Ticketing-Plattformen bis hin zur Übernahme von Unternehmen, die Synergien innerhalb unserer Gruppe erhöhen und unsere Strategie des erweiterten Wachstums sowohl in unserem Live-Entertainment- als auch in unserem Ticketing und Services-Geschäft stärken – der Weg, der vor uns liegt, ist mit Möglichkeiten gepflastert“, kommentiert Co-CEO Detlef Kornett die bevorstehende Transaktion.

Deag ging 1998 das erste Mal an die Börse

Eigenen Angaben zu Folge konnte die Deag 2022 den Umsatz im Jahresvergleich auf knapp 325 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf knapp 31 Millionen Euro steigern. Im Jahr 2019, also noch vor der Coronakrise, hatten der Umsatz lediglich bei 185 Millionen Euro und das Ebitda bei 14,1 Millionen Euro gelegen.

Das Berliner Unternehmen, dass 1978 gegründet wurde, wagte erstmals 1998 den Schritt an die Börse. Mehr als zwanzig Jahre später folgte dann im Januar 2021 das Delisting. Der Großaktionär Apeiron, hinter dem der Investor Christian Angermayer steht, hatte die Deag seinerzeit über die Bietergesellschaft Musai übernommen. Die Holding Apeiron hatte dabei 3,09 Euro pro Aktie geboten. Zudem zählte der US-Investor Mike Novogratz mit seinem Family-Office Galaxy Group zu den Ankeraktionären des Unternehmens.

Jasmin Rehne ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die Themen Controlling, Gehalt und Personal. Sie hat in Marburg Sprache und Kommunikation studiert. Neben ihrem Studium arbeitete Jasmin Rehne bereits als studentische Hilfskraft bei FINANCE.