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Kühne-CFO Christian Strey überraschend verstorben

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Der CFO des Hamburger Traditionsunternehmen Kühne, Christian, Strey, ist überraschend im April verstorben. Foto: picture alliance/Daniel Kalker /Montage FINANCE
Der CFO des Hamburger Traditionsunternehmen Kühne, Christian, Strey, ist überraschend im April verstorben. Foto: picture alliance/Daniel Kalker /Montage FINANCE

Der Lebensmittelkonzern Kühne trauert um seinen CFO. Christian Strey ist am 13. April überraschend nach kurzem Krankenhausaufenthalt im Kreise seiner Familie verstorben, wie das das Unternehmen am heutigen Donnerstag mitteilte.

„Als Finanzchef hat er seit 2018 mit klarem Blick nach vorn die Geschicke unseres Unternehmens erfolgreich gestaltet und entscheidende Schritte für Kühnes Weg in die Zukunft unternommen. Christian Strey hinterlässt eine sehr große Lücke – fachlich wie persönlich: Mitarbeitende, Kunden und Partner werden seinen präzisen Intellekt, seine lebensbejahende Art und seinen feinen Sinn für Humor sehr vermissen“, schreibt das Unternehmen.

Christian Strey wechselte 2018 zu Kühne

Als der damals 46-jährige Strey 2018 zu Kühne kam, brachte er bereits Erfahrung aus einem familiengeführten Lebensmittelunternehmen mit. Er wechselte von der Stern-Wywiol-Gruppe, wo er ebenfalls als CFO tätig war. Der Hersteller von Lebensmittelzusätzen und Nahrungsergänzungsmitteln sitzt wie Kühne in Hamburg.

Nach einem BWL-Studium und einer Ausbildung zum Chartered Financial Analyst (CFA) hatte Strey Unternehmensangaben zufolge Erfahrungen in verschiedenen, auch börsennotierten mittelständischen Unternehmen gesammelt. Dazu zählen auch M&A-Projekte.

Bei Kühne stand er vor einer großen Aufgabe. Er übernahm damals das Ruder von einem vom Unternehmen angesehenen Finanzchef. Sein Vorgänger Henning Fastrich war rund 20 Jahre im Amt und verließ Kühne damals auf eigenen Wunsch.

Strey stellte Nachhaltigkeit in den Fokus

Als Finanzchef zeigte sich Strey auf der Karriereplattform Linkedin überzeugt vom „nachhaltigen Wirtschaften“, dem „technologischen Fortschritt“ und „einer bunten Gesellschaft“ und ließ für die Plattform ungewöhnlich persönliche Worte anklingen: „In meiner Funktion als CFO von Carl Kühne möchte ich meinen Beitrag für eine bessere Welt leisten, damit unsere Mitarbeiter*innen und meine Kinder heute und in der Zukunft in einer lebenswerten Welt leben.“

Das Hamburger Unternehmen hat zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht bekanntgegeben, wer die Finanzgeschicke langfristig oder interimistisch übernehmen wird. Klar ist: Der Nachfolger von Strey sollte ähnliche Ambitionen im Thema Nachhaltigkeit mitbringen. Wie Kühne auf seiner Webseite verlauten lässt, streben die Hamburger an, ihre Produktion zu 100 Prozent CO2-neutral zu gestalten und die Verpackungsmaterialien zu 100 Prozent recycelbar zu machen.

Esra Laubach ist Redakteurin bei FINANCE und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Transformation, Restrukturierung und Recht. Sie ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin. Vor FINANCE war sie rund fünf Jahre als Legal-Journalistin für den Juve Verlag in Köln tätig, wo sie auch ihr journalistisches Volontariat absolvierte. Esra Laubach arbeitete während ihres Studiums multimedial u.a. für das ARD-Morgenmagazin, mehrere Zeitungen und moderierte beim Hochschulradio Kölncampus.