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Kostenkontrolle und digitaler Wandel bestimmen die CFO-Agenda

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Die Finanzierungsstruktur und das Controlling stehen im Arbeitsalltag der CFOs im Vordergrund, die am Panel vom Frühjahr 2025 teilnahmen. Foto: Duncan Andison – stock.adobe.com
Die Finanzierungsstruktur und das Controlling stehen im Arbeitsalltag der CFOs im Vordergrund, die am Panel vom Frühjahr 2025 teilnahmen. Foto: Duncan Andison – stock.adobe.com

Die Top-Prioritäten der CFOs sind klar: Controlling, Kostenmanagement und die Digitalisierung der Finanzabteilung stehen im Frühjahr 2025 ganz oben auf der Agenda, wie die Ergebnisse des aktuellen CFO Panels von FINANCE in Zusammenarbeit mit Horváth & Partners zeigen. Controlling lag mit 49 Prozent auch 2024 an der Spitze – mit noch größerem Abstand als in diesem Jahr. Einen Sprung nach vorn von beinahe 20 Prozentpunkten machte zudem das Thema Finanzierungsstrukturen, das sich aktuell bei jedem dritten Teilnehmenden unter den Top-3-Prioritäten findet.

Finanzierungsstrukturen rücken unter den Prioritäten nach vorn

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Die betrieblichen Aussichten für 2025 schätzen die CFOs trotz des schwierigen Umfelds verhalten optimistisch ein: Zwei Fünftel geben in der Umfrage an, dass sich ihr Unternehmen voraussichtlich weiterhin positiv entwickeln wird – ein leichtes Plus verglichen mit 2024. Damals gingen nur knapp 37 Prozent von einem positiven Geschäftsverlauf aus.

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FINANCE CFO Panel

Für das FINANCE CFO Panel befragt die FINANCE Redaktion in Kooperation mit der Unternehmensberatung Horváth & Partners regelmäßig Finanzverantwortliche führender deutscher Unternehmen. Wir wollen herausfinden, was CFOs bewegt, welche Trends in Finanzierung und Unternehmensstrategie sie erwarten und was sie persönlich antreibt. Das Panel zeigt Einschätzungen zu aktuellen Themen rund um modernes Finanzmanagement – ausschließlich aus Sicht der CFOs.

Klar ist aber auch: Drei von fünf Finanzverantwortlichen rechnen damit, dass ihr Unternehmen bestenfalls das aktuelle Geschäft halten kann. Mehr als 15 Prozent erwarten, dass die wirtschaftliche Situation 2025 schwach bleibt oder sich das Geschäft im laufenden Jahr sogar verschlechtert.

CFOs priorisieren Personalfragen und einheitliche Prozesse

Die höchste Priorität unter den strategischen Maßnahmen genießen Personalfragen. Das Know-how von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterzuentwickeln und moderne Kompetenzen zu fördern, ist mit Abstand das wichtigste strategische Thema für CFOs. Ihm messen über 86 Prozent höchste und hohe Priorität bei, fast zehn Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr; damals waren es gut 76 Prozent. Darin spiegelt sich zum einen der Mangel an Personal in den Finanzabteilungen wie allgemein in den Unternehmen wider. Zum anderen weist diese hohe Bedeutung auch auf anstehende Entwicklungen hin: den verstärkten Einsatz von IT-Lösungen inklusive der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI).

»Die Unternehmen konzentrieren sich stärker auf sich, um Sicherheit zu gewinnen. Ein Teil davon ist die Finanzierungsstruktur, um Stabilität zu erzeugen.«

Achim Wenning, Partner bei Horváth

Info

Auch einheitlichere Finanzprozesse zählen 2025 für gut 70 Prozent der Teilnehmenden zu den höchsten oder hohen Prioritäten. Vor einem Jahr waren es nur 43 Prozent. Noch stärker an Aufmerksamkeit gewonnen hat die Anpassung des Steuerungsansatzes und des Performance Managements. Höchste und hohe Priorität genießt dieser aktuell bei mehr als 67 Prozent der Finanzverantwortlichen. Vor einem Jahr waren es noch knapp 37 Prozent. Der Wert hat sich also fast verdoppelt.

Gewünscht: (Gen)AI liefert Berichte und Analysen

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Beides führt zurück auf die Digitalisierung als eine der Top-Prioritäten für CFOs. Der Mangel an Fachkräften im Finanzbereich plus die rasante Entwicklung beim Einsatz vom KI tragen ganz offenbar zu dieser Einschätzung bei: Über 70 Prozent der Teilnehmenden in der Umfrage sehen sehr große oder große Vorteile darin, wenn KI-Anwendungen nötige Berichte und Analysen erstellen, so dass die manuelle Berichterstattung entfällt.

Info

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.