Merck verbinden viele mit Healthcare – doch die Sparte Electronics steckt mitten im KI-Boom. CFO Alexander Lind erklärt im Podcast „Future CFO“, warum Merck Electronics zu den Profiteuren der Halbleiterindustrie gehört, wie die Matrix-Führung im Konzern funktioniert – und wieso KI gerade im Produktionscontrolling zum Gamechanger wird.
CFO von Merck Electronics im FINANCE Podcast
Denn Finanzchef Lind ist in einer schwierigen Position: Der 1983 geborene Manager berichtet in einer Matrix an den CEO von Merck Electronics und gleichzeitig an die Group CFO Helene von Roeder. Linds Strategie bei der Kommunikation: klare Botschaften und eine konsistente Story.
Auch mit dem Thema KI setzt sich der CFO intensiv auseinander. Merck Electronics hat im Produktionscontrolling erst eine saubere Datenbasis (Data Lake) aufgebaut und setzt nun KI darauf – bis hin zur automatisierten Ursachenanalyse bei Abweichungen im Monatsabschluss.
FINANCE: Merck wird oft zuerst mit Healthcare verbunden. Was macht Merck Electronics eigentlich – und was hat das mit KI zu tun?
Alexander Lind: Wir unterstützen die Electronics-Industrie, insbesondere Halbleiterkunden und Displayhersteller. Und ich würde sogar sagen: Wir sind nicht nur betroffen, sondern eine der treibenden Kräfte in diesem KI-Hype – weil wir Materialien und Lösungen liefern, damit Chips überhaupt hergestellt werden können.
FINANCE: Wo entstehen typische Interessenkonflikte zwischen Business und Gruppe?
Alexander Lind: Kapitalallokation ist ein Klassiker. Wichtig ist die Anerkennung, dass jeder das Beste für die Firma will – plus Vertrauen und eine offene Diskussion, um ein gemeinsames Verständnis zu erarbeiten.
FINANCE: Du vertrittst die „KI hat Finance erreicht.“ Was meinst du konkret?
Alexander Lind: Wir sind am Wendepunkt. Nach dem Aufbau einer sauberen Datenbasis haben wir KI aufgesetzt: Die Tools erkennen Abweichungen nach dem Monatsabschluss, gehen selbstständig auf Ursachensuche, schreiben etwa Site Controller an, prüfen Antworten, fragen nach – und fassen alles in einem Bericht zusammen. Das funktioniert.
Den vollständigen Podcast können FINANCE-Leser auf allen relevanten Plattformen hören – zum Beispiel bei Spotify oder Apple Podcasts.
Info
Anmerkung der Redaktion: Die Aussagen von Alexander Lind wurden leicht verkürzt und bearbeitet, um die Verständlichkeit zu erhöhen.



