Röhm-CFO Martin Krämer geht
CFO-Wechsel in Darmstadt: Martin Krämer wird sein Amt bei Röhm niederlegen und das Chemieunternehmen nach mehr als sechs Jahren als Finanzchef und Arbeitsdirektor zum 1. Juni verlassen, um sich neuen Aufgaben außerhalb des Unternehmens zu widmen. Krämer hatte den CFO-Posten im Oktober 2019 übernommen, als Röhm im Zuge eines Verkaufs durch Evonik an den Finanzinvestor Advent als eigenständiges Unternehmen aufgestellt wurde. Wohin es ihn zieht, ist bislang nicht bekannt.
Derweil hat das Unternehmen einen neuen CFO berufen: Goswin Uehlenbruck übernimmt zum 1. Juni den Posten. Der Manager gehört dem Unternehmen bereits seit Jahren an: Seit 2019 verantwortet Uehlenbruck die globale Controlling- und Finanzfunktion des Konzerns als Senior Vice President Controlling, Anfang des Jahres übernahm er zusätzlich die Rolle des CFO für die Region Americas.
Zuvor sammelte der designierte Finanzchef bei Evonik Industries mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in verschiedenen Senior-Management-Positionen im In- und Ausland – darunter als Leiter der Geschäftsbereiche Coatings Resins und Chlorsilane sowie Funktionen im Operations Management des Siliziumverbunds.
Ivica Serdarusic wird neuer CFO bei McDonald’s Deutschland
Ivica Serdarusic übernimmt zum 1. Juli den Finanzvorstandsposten bei McDonald’s Deutschland. Der Manager folgt auf Nadine Dániel, die das Unternehmen verlässt, um sich neuen Aufgaben außerhalb des Konzerns zu widmen, heißt es in einer Mitteilung. Dániel war erst im April 2025 in den Vorstand berufen worden und scheidet damit nach gut einem Jahr wieder aus. Gründe für ihren Abschied nannte das Unternehmen nicht.
Der neue Finanzvorstand Serdarusic kommt aus dem eigenen Konzern, in dem er seit 2008 tätig ist. Seit 2023 verantwortet er die Finanzfunktion von McDonald’s Österreich, wo er Anfang 2024 offiziell zum CFO ernannt wurde. In Österreich baute er nach Unternehmensangaben eine eigenständig agierende Finanzorganisation auf, die den lokalen Markt als enger Geschäftspartner begleitet.
Bitburger Gruppe macht Kathrin Heck zur CFO
Kathrin Heck wird im Februar 2027 die CFO-Rolle bei der Bitburger Gruppe übernehmen. Die designierte Finanzvorständin stößt bereits im August zum Unternehmen. Heck tritt die Nachfolge von Markus Spanier an, der sein Amt planmäßig bis Ende Januar 2027 ausüben wird und dann die Brauereigruppe auf eigenen Wunsch verlässt. Spanier ist seit Oktober 2022 CFO von Bitburger und damit insgesamt mehr als 20 Jahre für das Unternehmen tätig.
Heck kommt aus der Beratung: Seit September 2015 ist sie bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC tätig, wo sie sich von der Associate zur Senior Managerin entwickelt hat. Der Wechsel an der Finanzspitze fällt in eine wirtschaftlich angespannte Phase: Für 2025 meldete Bitburger im Februar einen Umsatzrückgang von 5,7 Prozent auf 753 Millionen Euro. Für das laufende Jahr zeigt sich die Geschäftsführung dennoch optimistisch – und verweist auf die starke Marktstellung der Gruppe in der Gastronomie, das wachsende Segment der alkoholfreien Biere, die Einführung neuer Produkte sowie die Fußballweltmeisterschaft, die Bitburger als offizieller Partner der deutschen Nationalmannschaft aktiv begleiten wird.
Weitere CFO-Personalien
Covestro hat die Nachfolge für den scheidenden Finanzvorstand Christian Baier geregelt: Klaus Fröhlich, derzeit Chief Investment Officer bei Adnoc, wechselt zum 1. Oktober auf den CFO-Posten des Leverkusener Werkstoffherstellers. Der frühere Morgan-Stanley-Banker kennt Covestro bereits aus einer ungewöhnlichen Perspektive – er war einer der zentralen Architekten hinter der Übernahme des einstigen Dax-Konzerns durch den staatlichen Abu-Dhabi-Ölkonzern. Seit Juli 2020 steuert Fröhlich bei Adnoc die M&A-Agenda des Konzerns.
Paukenschlag beim Hamburger Staplerbauer Jungheinrich: Finanzchefin Heike Wulff scheidet mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand aus – nur wenige Monate nach ihrer offiziellen Berufung zur CFO im Januar 2026. Vorstandschef Lars Brzoska übernimmt das Finanzressort übergangsweise in Personalunion. Hintergründe für den abrupten Abgang nannte das Unternehmen nicht. Dabei war Wulffs Aufstieg zur Finanzchefin alles andere als übereilt – im Gegenteil. Bereits im Frühjahr 2024 war sie in den Jungheinrich-Vorstand eingezogen und hatte dort Controlling, Accounting und Steuern sowie die Finanzagenda des internen Digitalprogramms Deep verantwortet. Das erklärte Ziel: die Nachfolge von Volker Hues anzutreten, der das CFO-Amt 16 Jahre lang bekleidet hatte und das Unternehmen Ende 2025 verließ.
Der Bundesligist TSG Hoffenheim erweitert seine Führungsstruktur: Der Klub hat Daniel Förderer mit Wirkung zum 6. Mai zum zweiten Geschäftsführer berufen. Der 46-jährige Heidelberger übernimmt den kaufmännischen Bereich sowie die Ressorts Marketing, Vertrieb und Digitales. Förderer war dem Klub bereits seit Februar 2026 als externer Berater verbunden. Zuvor war er bei dem Softwarekonzern SAP tätig und sammelte dort Erfahrung in strategischer Unternehmensentwicklung und Governance.
Nach mehr als drei Jahrzehnten im Heineken-Konzern wechselt Joost Jordaan in die Münchener Brauwelt: Zum 1. Juni tritt er als CFO bei der Paulaner Brauerei Gruppe an und wird dort die Bereiche Finance, Controlling und IT verantworten. Er folgt auf Sebastian Strobl, der den Konzern verlässt, um als Finanzvorstand der Brau Union in Österreich eine neue Aufgabe zu übernehmen.
Beim Wiesbadener Auskunfteiunternehmen Schufa Holding ist der Vorstand wieder vollständig: Michael Spohn übernimmt zum 1. Juni als Finanzchef die Finanzsteuerung sowie zentrale Marktfolgebereiche – darunter Risikomanagement, Compliance, Datenschutz und interne Revision. Der 58-Jährige tritt die Nachfolge von Ole Schröder an, der die Schufa bereits Ende Dezember 2025 verlassen hatte. Spohn ist dabei kein Unbekannter im Haus: Seit 2022 prägt er das Unternehmen in verschiedenen Funktionen und baute den Vorstandsstab auf, der sich zum heutigen Bereich Unternehmenssteuerung und Governance entwickelt hat. Zudem verantwortete er als Co-Bereichsleiter Finanzen Themen wie Controlling, Business Intelligence und Risikomanagement.
Jasmin Rehne ist Redakteurin bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die Themen Controlling, Gehalt und Personal. Sie hat in Marburg Sprache und Kommunikation studiert. Neben ihrem Studium arbeitete Jasmin Rehne bereits als studentische Hilfskraft bei FINANCE.
