Bafin prüft Zalando-Abschluss wegen About-You-Übernahme

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Mögliche Bilanzfehler bei Zalando: Die Finanzaufsicht Bafin prüft den Konzernabschluss 2025. Foto: nmann77 - stock.adobe.com
Mögliche Bilanzfehler bei Zalando: Die Finanzaufsicht Bafin prüft den Konzernabschluss 2025. Foto: nmann77 - stock.adobe.com

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) nimmt den Konzernabschluss 2025 von Zalando genauer unter die Lupe. Es liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der Dax-Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, wie die Behörde mitteilte. Die Prüfung betrifft den gebilligten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 sowie den zugehörigen Lagebericht. 

Den Bericht geprüft hatte das Big-Four-Haus KPMG und dafür insgesamt 3,9 Millionen Euro erhalten – verteilt auf die Abschlussprüfung (2,8 Millionen Euro), andere Bestätigungsleistungen wie die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts (700.000 Euro) sowie weitere Honorare für KPMG-Netzwerkgesellschaften (400.000 Euro). Das Mandat hält die Gesellschaft seit 2024

Zalando-Aktie nach Bafin-Prüfung unter Druck 

Im Kern geht es um die About-You-Übernahme. Nach Angaben der Bafin soll Zalando im Anhang des Konzernabschlusses Informationen zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Zuge des Erwerbs der Modeplattform möglicherweise „fehlerhaft unterlassen wurden“. Die Prüfung läuft seit dem 19. Juni 2026. 

An der Börse kam die Nachricht nicht gut an: Die Zalando-Aktie geriet am heutigen Freitagmorgen deutlich unter Druck und fiel auf zeitweise bis auf unter 24 Euro. Später dämmte das Papier die Verluste etwas ein, notierte am Vormittag aber noch mehr als 5 Prozent im Minus bei gut 25 Euro. 

About You: Zalando hat relevante Deal-Infos bereitgestellt 

Zalando bestätigte öffentlich, über die eingeleitete Anlasskontrolle des Konzernabschlusses 2025 informiert worden zu sein. Das Unternehmen stehe in engem und konstruktivem Austausch mit der Bafin, heißt es in der Meldung. Aus Sicht von Zalando geht es um einen „rein formellen und materiell unwesentlichen Punkt in den Anhangsangaben“. 

Der Onlinehändler verweist darauf, dass alle relevanten Informationen zum Erwerb der About-You-Anteile bereits im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots vollständig zugänglich gewesen seien. Dazu gehörten die beteiligten Gesellschaften, die Transaktionsstruktur und der Kaufpreis. Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen oder die operative Performance von Zalando sieht das Unternehmen nicht.