Vonovia platziert Wandelanleihe über 850 Millionen Euro
Vonovia hat Wandelanleihen über insgesamt 850 Millionen Euro platziert. Ursprünglich hatte der Immobilienkonzern ein Emissionsvolumen von 750 Millionen Euro angekündigt, das Angebot wurde im Zuge der Platzierung jedoch aufgestockt. Die nicht nachrangigen und unbesicherten Anleihen laufen bis zum 30. Juni 2031.
Die Wandelanleihen wurden im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA angeboten. Das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Anleihen werden zu 100 Prozent ihres Nennbetrags ausgegeben; laufende Zinszahlungen sind nicht vorgesehen.
Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 28,0402 Euro und damit 37,5 Prozent über dem Referenzaktienkurs. Den Nettoerlös will Vonovia für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden, darunter die Refinanzierung von Schulden.
Rüstungs-Start-up Stark Defence sammelt 500 Millionen Euro ein
Das Berliner Verteidigungs-Start-up Stark Defence hat eine Series-C-Finanzierung über 500 Millionen Euro abgeschlossen. Die Bewertung des Unternehmens liegt dabei bei mehr als 3,5 Milliarden Euro. Zu den Investoren zählen unter anderem der Private-Equity-Investor Advent, der Nato Innovation Fund, Sequoia Capital, Founders Fund, Project A, Air Street Capital und Döpfner Capital.
Stark wurde 2024 gegründet und entwickelt unbemannte Luftfahrtsysteme für den Verteidigungssektor. Das Unternehmen baut dafür eigene Produktionskapazitäten und Lieferketten auf und ist inzwischen in fünf Ländern aktiv. Die eingesammelte Summe soll in Forschung, Entwicklung und Produktion in Europa fließen. Zuletzt hatte Stark laut Medienberichten einen Auftrag der Bundeswehr über 300 Millionen Euro für die Entwicklung sogenannter Kamikazedrohnen erhalten.
Milbank hat Advent bei der Investition beraten. Das Team wurde von dem Frankfurter Corporate/M&A-Partner Jan Häller geleitet, beteiligt waren außerdem Norbert Rieger aus dem Bereich Corporate/M&A und Moritz Lichtenegger aus dem Bereich Kartellrecht.
Finn wird durch 100-Millionen-Euro-Finanzierung zum Einhorn
Das Münchener Mobilitäts-Start-up Finn hat eine Series-D-Finanzierungsrunde über knapp 100 Millionen Euro abgeschlossen. Durch die Runde steigt die Bewertung des Autoverleihers auf mehr als 1 Milliarde Euro – das Unternehmen erreicht damit Einhorn-Status. Angeführt wurde die Runde von der Investment-Plattform Portage, außerdem beteiligten sich unter anderem UVC Partners, Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital, Picus Capital und Keen Venture Partners.
Daneben stellen BC Partners Credit und Runway Growth Capital mehr als 40 Millionen Euro Fremdkapital bereit. Seven Ventures, der Investmentarm von ProSiebenSat.1, beteiligt sich zusätzlich über ein Media-for-Equity-Investment. Mit dem frischen Kapital will Finn in seine Abo-Flotte, die Technologieplattform und die operative Infrastruktur investieren.
Finn bietet Auto-Abonnements an und kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 50.000 laufende Abos. Der jährlich wiederkehrende Umsatz liegt dem Unternehmen zufolge bei mehr als 300 Millionen Euro. Rechtlich beraten wurde Finn bei der Finanzierungsrunde von Skadden. Das Frankfurter Team wurde von Partner Jan Bauer und Counsel Alexander Hoeffler aus dem Bereich M&A/Corporate geleitet.
Weitere Finanzierungsmeldungen
Airwallex, eine globale Zahlungs- und Finanzplattform für Unternehmen, hat in einer Series-H-Finanzierungsrunde 320 Millionen US-Dollar (rund 275 Millionen Euro) eingesammelt. Das teilte das Unternehmen mit. Die Bewertung steigt damit auf 11 Milliarden US-Dollar, nach 8 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025. Angeführt wurde die Runde vom bestehenden Investor Addition; beteiligt waren außerdem Baillie Gifford, Hummingbird, QED, T. Rowe Price, Haun Ventures und American Express. Das Kapital soll unter anderem in die Produktentwicklung, den Ausbau der Infrastruktur und die Expansion in neue Märkte fließen.
Das Industrie-KI-Start-up Kyrok hat in einer Pre-Seed-Runde 3,1 Millionen Euro eingesammelt. Die Berliner entwickeln ein KI-Betriebssystem für Supply-Chain-Teams im Pharma- und Chemie-Mittelstand. Die Runde wurde von Speedinvest angeführt, außerdem beteiligten sich Arve Capital, das Family Office hinter der Sanner Group, sowie mehrere Industrie- und Technologieexperten. Das frische Kapital soll in die Weiterentwicklung der Plattform, den Aufbau weiterer Module und den Ausbau des Berliner Teams fließen. Die Wirtschaftskanzlei Görg hat Kyrok bei der Finanzierungsrunde rechtlich beraten.
Das Immobilienunternehmen Sirius Real Estate hat bestehende Anleihen um insgesamt 185,1 Millionen Euro aufgestockt. Die zusätzlichen Schuldverschreibungen laufen bis 2028 beziehungsweise 2032 und sind mit Kupons von 1,75 beziehungsweise 4 Prozent ausgestattet. Den Nettoerlös will Sirius zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Die Wirtschaftskanzlei White & Case hat HSBC, ABN AMRO, Barclays und BNP Paribas bei der Emission beraten.
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