Der 2021 gegründete Drohnen- und Softwarehersteller Helsing hat seine Series-E-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen. Es handelt sich um das bislang größte Fundraising des Münchener Unternehmens: Dieses hat 1,8 Milliarden US-Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) eingesammelt, damit ist der Unternehmenswert Helsing zufolge auf 18 Milliarden US-Dollar (15,7 Milliarden Euro) gestiegen.
Damit ist der KI-Sepzialist aktuell mehr wert als jedes andere europäische Rüstungs-Start-up und wird damit höher bewertet als zum Beispiel die Deutsche Lufthansa oder die Dax-Unternehmen Beiersdorf, Symrise oder Gea. Zuletzt wurde Helsing im Juni 2025 nach einer Finanzierungsrunde über 600 Millionen Euro mit 11,3 Milliarden Euro bewertet.
Die Finanzierungsrunde sei aufgrund der hohen Nachfrage deutlich überzeichnet gewesen. Mit dem frischen Kapital planen die Münchener, neue KI-Plattformen zu entwickeln und damit die Verteidigungsfähigkeit ihrer Partnerländer zu stärken.
An der Finanzierungsrunde beteiligen sich neue sowie bestehende Investoren, darunter Growth Equity at Goldman Sachs Alternatives, JPMorganChase, Lightspeed Venture Partners, Dragoneer Investment Group, Disruptive, Iconiq, Canada Pension Plan Investment Board, General Catalyst, Plural und Stepstone. Dennoch bleibe Helsing mehrheitlich in europäischer Hand, wie das auf KI spezialisierte Unternehmen mitteilt.
Finanzierungsrunde erfolgt nach Amtsantritt von CFO Szarek
Die Finanzierungsrunde erfolgte rund zwei Monate nach dem Amtsantritt von Finanzchefin Anita Szarek. Die Fintech-Expertin übernahm den CFO-Posten am 11. Mai dieses Jahres. Szarek wechselte von Qonto, einem europäischen Anbieter für Finanzmanagementlösungen, wo sie unter anderem die Fundraising-Aktivitäten als Finanzchefin verantwortet hatte.