Deutsche Bank nimmt im Firmenkundengeschäft Fahrt auf

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Die Deutsche Bank meldete für das dritte Quartal Rekorderträge im Firmenkundengeschäft. Foto: Raphael Arnold
Die Deutsche Bank meldete für das dritte Quartal Rekorderträge im Firmenkundengeschäft. Foto: Raphael Arnold

Die Deutsche Bank hat unter der neuen Doppelspitze im Firmenkundengeschäft Fahrt aufgenommen: Für das Segment der Unternehmensbank meldete der Branchenprimus im dritten Quartal 2026 Rekorderträge von knapp 1,98 Milliarden Euro, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Bank begründete den Zuwachs mit „zweistelligem Wachstum in den Bereichen Corporate Treasury Services und Geschäftskunden“ sowie „hoher Dynamik in Deutschland“. Das Ergebnis vor Steuern legte sogar um 11 Prozent zu auf 743 Millionen Euro.

CFO Raja Akram erwartete bei der Präsentation am Mittwochmorgen zudem weiteres Wachstum in diesem Segment: „Diese Stärke eilt den Konjunkturmaßnahmen in Deutschland und eventuellen Effekten aus einem Zusammengehen von Commerzbank und Unicredit voraus“, sagte der Finanzchef: „Das Beste kommt erst noch.“ Damit unterstrich Akram die zugleich den Willen der Deutschen Bank, von der aktuellen Unsicherheit der Unternehmen in Bezug auf die anstehende Übernahme zu profitieren.

Sowohl der Provisions- als auch der Zinsüberschuss der Unternehmensbank legten im dritten Quartal zweistellig zu, gab das Geldhaus bekannt. Das Kreditvolumen habe um 8 Prozent zugelegt auf 127 Milliarden Euro, vor allem durch einen Anstieg in der Handelsfinanzierung. Die Einlagen wuchsen um 13 Prozent, insbesondere durch verstärkte Sichteinlagen im Cash Management.

Deutsche Bank erhöht Risikovorsorge

Einziger Wermutstropfen: Die Risikovorsorge belief sich aufgrund eines Einzelengagements auf 68 Millionen Euro, sodass sie auch für die ersten neun Monate um 63 Prozent auf 155 Millionen Euro zulegte.

In den Zahlen für die ersten neun Monate schlugen die Zuwächse bei der Unternehmensbank noch nicht durch: Die Erträge im Firmenkundengeschäft legten in dem Zeitraum um 2 Prozent zu auf 5,7 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern um 1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Noch im zweiten Quartal lag der Anstieg bei den Erträgen bei 1 Prozent, das Ergebnis vor Steuern fiel um 6 Prozent.

Für das Gesamtinstitut meldete die Deutsche Bank in den ersten neun Monaten 2026 ein Rekordergebnis nach Steuern von 5,9 Milliarden Euro, ein Plus von 7 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die Erträge der Bank legten in den ersten drei Quartalen um 5 Prozent zu und erreichten rund 25,5 Milliarden Euro.

Raphael Arnold ist Redakteur bei FINANCE. Er studierte in Gießen und Alexandria (Ägypten) Geschichte, Geografie und Arabisch. Schon vor und während des Studiums schrieb er für verschiedene Tageszeitungen. Bei den Nürnberger Nachrichten absolvierte er ein Volontariat und arbeitete im Anschluss in deren Wirtschaftsredaktion. Danach war er über 13 Jahre für den US-Investment News Service OTR Global als Researcher und Projektmanager tätig. Beim Juve Verlag verantwortete er bis Oktober 2024 knapp acht Jahre lang die Österreich-Publikationen.