Im Bereich Investmentbanking sorgt eine Personalnews für Gespräch: Die US-Bank William Blair soll in Frankfurt zwei prominente Banker und Geschäftsführer verlieren. Damit würde sich das deutsche Management halbieren. Bei den Wechslern soll es sich um Philipp Mohr und Mark-Manuel Brune handeln, die beide im Segment mittelgroßer Transaktionen tätig sind. Zuerst hatte die FAZ darüber berichtet.
Philipp Mohr ist als Ex-Head of M&A der Commerzbank bekannt
Laut Informationen aus Finanzkreisen soll Philipp Mohr ab Juli 2025 für die amerikanische Konkurrentin Harris Williams tätig sein. Mohr war 2013 von der Commerzbank zu William Blair gekommen und leitete dort das M&A-Geschäft. Später übernahm er die Rolle des Leiters für die DACH-Region und baute in Frankfurt das Geschäft weiter aus. 2021 gab er den Posten als Regionalleiter an Dirk Felsmann ab, der diesen noch immer innehat. Seitdem fungierte Mohr als Vice Chair im internationalen Investmentbanking von William Blair.
Auf der Website der Investmentbank ist Mohr allerdings noch immer als Managing Director in Frankfurt aufgeführt. Bei dem zweiten Wechselkandidaten ist das nicht mehr der Fall.
Auch Mark-Manuel Brune soll es zu Harris Williams ziehen
Bei diesem handelt es sich dem Bericht zufolge um Mark-Manuel Brune. Der Banker selbst hat seine Position als Managing Director bei William Blair mit dem Schwerpunkt auf M&A aktuell jedoch noch in seinem Linkedin-Profil aufgeführt. Brune war 2016 von der Investmentbank Lincoln zu William Blair gewechselt.
Mit dem Abschied der beiden würden am Frankfurter Standort von William Blair, der bislang mit vier Managing Directors besetzt war, vorerst noch zwei Führungskräfte verbleiben.
Ein Statement von William Blair zu den Abgängen gab es bislang nicht. Harris Williams hatte gegenüber der FAZ einen Kommentar dazu abgelehnt. Auch eine Anfrage von FINANCE blieb zunächst unbeantwortet.
Die US-Investmentbank William Blair berät sowohl Unternehmen als auch Private-Equity-Firmen. Besonders in der DACH-Region hat die Bank kürzlich Erfolge verzeichnet, wie bei der Begleitung des österreichischen Agrartechnikanbieters Smaxtec, der von KKR übernommen wurde.
Esra Laubach ist Redakteurin bei FINANCE und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Transformation, Restrukturierung und Recht. Sie ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin. Vor FINANCE war sie rund fünf Jahre als Legal-Journalistin für den Juve Verlag in Köln tätig, wo sie auch ihr journalistisches Volontariat absolvierte. Esra Laubach arbeitete während ihres Studiums multimedial u.a. für das ARD-Morgenmagazin, mehrere Zeitungen und moderierte beim Hochschulradio Kölncampus.
