Stefan Keitel kommt von Berenberg zur Deka Bank.

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19.06.15
Banking & Berater

Deka Bank wirbt Stefan Keitel von Berenberg ab

Die Deka Bank hat eine wichtige Vakanz gefüllt: Stefan Keitel kommt von Berenberg, um Kapitalmarktvorstand zu werden. Deka-CEO Michael Rüdiger dürfte erleichtert sein.

Die Deka Bank hat nach einem halben Jahr einen neuen Kapitalmarktvorstand gefunden: Mit Stefan Keitel hat die Kapitalmarktbank der deutschen Sparkassen den Chef-Investmentstrategen der Privatbank Berenberg abgeworben.

Der 46-jährige Keitel werde voraussichtlich zum 1. Januar anfangen, erklärte die Deka Bank in einer Pressemitteilung. Er füllt damit eine bedeutende Vakanz an der Spitze der Bank, die sich aufgetan hatte, als Oliver Behrens als Chef der Wertpapier- und Handelssparten der Bank seinen Rückzug angekündigt hatte.  Behrens ist gegangen, um Deutschland-Chef bei Morgan Stanley zu werden.

Stefan Keitel teilt sich Aufgaben mit Deka-CEO Michael Rüdiger

Seit Behrens‘ Abgang betreut Deka-CEO Michael Rüdiger die beiden wichtigsten Geschäftsfelder übergangsweise selbst. Außerdem hat Rüdiger den Verkauf von Aktien an institutionelle Kunden übernommen – diese Sparte wird er auch weiterhin leiten.

Mit Stefan Keitel gewinne die Bank „einen ausgewiesenen Asset-Management-Experten mit weltweiter Erfahrung an den Kapitalmärkten und tiefer lokaler Verwurzelung“, kommentierte Rüdiger. Er dürfte erleichtert sein, endlich einen Ersatz für Behrens gefunden zu haben.

Keitel gilt als renommierter Marktstratege und war eines der wichtigsten Gesichter der Berenberg Bank gegenüber dem Kapitalmarkt. Viel Reputation gewann der in Rheinhessen lebende Keitel schon in seiner Zeit als weltweiter Chefanlagestratege für das Asset Management und Private Banking der Credit Suisse – ein Posten, den er von 2009 bis 2013 bekleidete. Insgesamt arbeitete Keitel vor seinem Wechsel zur Berenberg Bank zwölf Jahre für die Credit Suisse.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de