Die Deutsche Bank teilt die Verantwortlichkeiten im Global Transaction Banking neu zu.

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22.12.15
Banking & Berater

Deutsche Bank stellt GTB neu auf: Das sind die Schlüsselpersonen

Zum Jahreswechsel krempelt die Deutsche Bank die Zuständigkeiten im Global Transaction Banking um. Das neue Personaltableau steht.

Klare Zuständigkeiten und eindeutige Strukturen schaffen: Mit diesem Ziel ist John Cryan bei der Deutschen Bank angetreten. Mit Beginn des kommenden Jahres sortiert sich auch der Bereich Global Transaction Banking (GTB) neu. Dies geht aus einer internen E-Mail von GTB-Chef Werner Steinmüller hervor, die FINANCE vorliegt. Die Änderungen sollen „das Augenmerk der obersten Führungsebene auf Risiken und deren Kontrolle weiter verstärken. Sie führen auch zu klareren Verantwortlichkeiten“, schreibt Steinmüller darin.

Demnach wird GTB künftig aus drei statt bislang zwei Bereichen bestehen. Zudem werden die Verantwortlichkeiten für diese Produktlinien und Regionen stärker bei einzelnen Personen konzentriert. Der bisherige Bereich Institutional Cash & Securities Services unter Leitung von Satvinder Singh wird künftig geteilt: „Derzeit richten die Aufsichtsbehörden ihr Augenmerk stärker als je zuvor auf den Bereich Institutional Cash“, begründet Werner Steinmüller diesen Schritt.

Viele Aspekte seien von US-Regularien betroffen. Um diesem Punkt Rechnung zu tragen, wird Susan Skerritt vom 1. Januar an als Head of Institutional Cash Management in New York tätig sein. Der Bereich wird künftig als eigenständige Produktlinie betrieben. Zudem behält Susan Skerritt als Head of GTB Americas die regionale Verantwortung für den amerikanischen Markt.

Satvinder Singh leitet vom 1. Januar an die Produktlinie Securities Services und übernimmt zudem die Position als Head of GTB EMEA (ohne Deutschland) von Kees Hoving. Hoving wird der Mitteilung zufolge „eine neue Führungsaufgabe“ wahrnehmen, die allerdings noch nicht öffentlich bekannt ist. Die Verantwortung für das Global Transaction Banking in Deutschland liegt unverändert bei Stefan Bender

Neue Managementstruktur bei Trade Finance und Cash Management

In der dritten Produktlinie Trade Finance und Cash Management Corporates unter Leitung von Michael Spiegel wird die Managementstruktur ebenfalls neu ausgerichtet. Wie ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte, gibt es künftig mit Daniel Schmand einen Head of Trade Finance sowie mit Shahrokh Moinian einen Head of Cash Management Corporates. Beide werden an Spiegel berichten.

Als Leiterin für Trade Finance und Cash Management Corporates in der Region EMEA (ohne Deutschland) hat die Deutsche Bank Angela Potter verpflichtet, deren Wechsel vom Wettbewerber RBS zur Deutschen Bank schon vor einigen Monaten durchgesickert war. Lothar Meenen bleibt Leiter von Trade Finance und Cash Management Corporates für Deutschland.

Produktmanagement wird stärker integriert

Auch ihr Produktmanagement wird die Bank neu aufstellen. Der bisherige Global Head of Product Management der GTB, Rhomaios Ram, soll sich künftig stärker um die digitale Strategie des Bankhauses kümmern, das wie andere Wettbewerber auch an neuen Technologien wie zum Beispiel Blockchain partizipieren möchte . Künftig werden die Funktionen des Produktmanagements in die drei GTB-Produktlinien integriert. Neuer Chief Digital Officer von GTB wird Edward Budd.

Die Deutsche Bank hat im Rahmen ihrer Strategie 2020 das Ziel formuliert, das Global Transaction Banking auszubauen. Der Bereich wird von 2016 an zum neuen Geschäftsbereich Corporate & Investment Bank (CIB) gehören, wodurch sich Cryan ein besseres Ineinandergreifen von Firmenkundengeschäft und kundenorientiertem Investmentbanking erhofft. Die Handelsaktivitäten im Investmentbanking fährt die Deutsche Bank dafür zurück. Um ihre Strategie voranzutreiben, will die Deutsche Bank rund 1 Milliarde Euro in das GTB investieren.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de