Martin Fänger wird Helaba-Niederlassungsleiter in Düsseldorf.

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20.05.19
Banking & Berater

Stühlerücken bei der Helaba in Düsseldorf

An der Spitze der Düsseldorfer Helaba-Niederlassung gibt es einen Wechsel. Martin Fänger, bislang Bereichsleiter des Firmenkundengeschäfts NRW der Helaba, übernimmt für Stefan Ropers. Auch für das Geschäft mit Mittelstandskunden ergibt sich eine Änderung.

Die Düsseldorfer Niederlassung der Helaba bekommt einen neuen Chef: Der 63-jährige Stefan Ropers scheidet zum Ende des Monats aus der Bank aus und tritt in den Ruhestand ein, wie ein Sprecher der Helaba gegenüber FINANCE mitteilte. Seine Nachfolge wird Martin Fänger antreten, der die Niederlassung ab Juni leiten wird.

Fänger wird seine bisherige Funktion weiterhin behalten: Der 61-Jährige ist bislang Bereichsleiter Zielkundenmanagement für Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro in Nordrhein-Westfalen und betreut die Firmenkunden in den Benelux-Staaten. Fänger wird in seiner zusätzlichen Funktion weiterhin an Norbert Schraad, Vorstandsmitglied und Firmenkundenchef der Helaba, berichten. Seit 2008 arbeitet er für die Helaba - damals begann er in Frankfurt als Bereichsleiter für Großunternehmen. Seit 2012 ist er in dieser Position in Düsseldorf tätig.

Im Zuge des Ausscheidens von Stefan Ropers muss die Helaba nicht nur die Leitung der Düsseldorfer Niederlassung, sondern auch die Verantwortung für das Geschäft mit den mittelständischen Kunden neu verteilen. Die Leitung des Segments Zielkundenmanagement MidCaps, die einen Umsatz zwischen 250 Millionen Euro und 1 Milliarden Euro aufweisen, wird ab Juni Claudio Lagemann alleine übernehmen, teilt ein Sprecher der Bank mit. Er war bislang gemeinsam mit Ropers Co-Bereichsleiter des Segments.

Helaba will im Firmenkundengeschäft wachsen

An den Düsseldorfer Standort hatte die Helaba in den vergangenen Jahren besondere Hoffnung beim Wachstum im Firmenkundengeschäft geknüpft. Seit 2012 die WestLB abgewickelt wurde hat die Helaba die Verbundfunktion für Nordrhein-Westfalen übernommen und in der Folge ihre Präsenz in Düsseldorf gestärkt.

Die Landesbank setzt zudem auf einige andere Wachstumsinitiativen, um im hart umkämpften Firmenkundengeschäft zu bestehen. Zum einen kooperiere die Bank nach eigenen Angaben zur Verbesserung der Supply Chain Finance mit Fintech-Plattformen. Zum anderen sieht die Helaba Wachstumspotential im Eisenbahntransportgeschäft: Hierfür hat das Geldhaus Ende vergangenen Jahres das Land-Transport-Portfolio der zur DZ Bank gehörenden DVB übernommen. Die Transaktion wurde Anfang Mai abgeschlossen.

Außerdem arbeitet die Helaba beim Thema Außenhandelsfinanzierung mit dem DSGV, den Sparkassen und den anderen Landesbanken zusammen, um unter anderem den Vertrieb im Inland unter den Landesbanken und der Sparkassen-Finanzgruppe zu harmonisieren.

Mit diesen Initiativen erhofft sich die Bank, künftig noch stärker im Firmenkundengeschäft zu wachsen. Wie anderen Banken auch setzt ihr das schwierige Marktumfeld zu. Sie hatte sie zuletzt nur einen leichten Anstieg in diesem Segment verbuchen können.


olivia.harder[at]finance-magazin.de

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