HVB-Tower in München. Die vor einem Jahr berufene ECM-Chefin Jana Hecker war wohl eine Fehlbesetzung für die HVB-Mutter Unicredit. Auch die Investmentbankerin ist jetzt über den Wirecard-Skandal gestolpert.
FINANCE+ 26.02.21
Banking & Berater

Skandal um Unicredit-Bankerin

Die ECM-Bankerin Jana Hecker wechselte von der Deutschen Bank zur Unicredit, begann dann aber, auf eigene Rechnung für Ex-Wirecard-Chef Markus Braun zu arbeiten. Das hat happige Konsequenzen.

Das Köpferollen in der Causa Wirecard geht weiter: Nach EY-Deutschlandchef Hubert Barth und dem Chef der Bilanzpolizei, Edgar Ernst, hat nun auch die bekannte Bankerin Jana Hecker im Zusammenhang mit dem Kollaps des früheren Dax-Konzerns ihren Job verloren.

Wie die „Financial Times“ (FT) aufdeckte, hatte Jana Hecker neben ihrer Tätigkeit als globale Chefin des Eigenkapitalgeschäfts der Unicredit („Equity Capital Markets: ECM“) auf eigene Rechnung Ex-Wirecard-Boss Markus Braun bei der privaten Kapitalbeschaffung unterstützt.

Ein Sprecher der Unicredit bestätigte gegenüber FINANCE, dass Jana Hecker nicht mehr für die Bank arbeitet, wollte sich zu den Hintergründen der Trennung aber nicht äußern. Auch dazu, was die internen Richtlinien der Bank zu privaten Nebengeschäften der Angestellten aussagen, gab er keinen Kommentar ab. Dabei dürften Heckers Aktivitäten für Markus Braun durchaus auch Einfluss auf ihre Arbeit für die Unicredit gehabt haben.

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