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Aareal Bank steht offenbar kurz vor Westimmo-Kauf

Die Aareal Bank liebäugelt Medienberichten zufolge mit dem Kauf der Westimmo.
Aareal Bank

Die Aareal Bank scheint wieder in Kauflaune zu sein: Wie die F.A.Z. ohne nähere Quellenangabe berichtet, verhandelt der Immobilienfinanzierer aus Wiesbaden „exklusiv“ mit dem Verkäufer der Westdeutschen Immobilienbank (Westimmo) mit Sitz in Mainz. Der Kauf könnte noch dieses Wochenende „als perfekt bekanntgegeben werden“, hieß es. Als Kaufpreis soll die Aareal Bank rund 100 Euro unter dem Westimmo-Eigenkapital von 451 Millionen Euro geboten haben. Verkäufer der Westimmo sind das Land Nordrhein-Westfalen und die dortigen Sparkassen, die die ehemalige Tochter der WestLB im Sommer 2012 in eine „Bad Bank“ überführt hatten.

Die Aareal Bank wollte sich gegenüber FINANCE  nicht zum Deal äußern. Im Frühjahr 2014 hatte die Abwicklungsanstalt der Westimmo einen neuen Anlauf zum Verkauf der Immobilienbank gestartet, der in den Jahren zuvor nicht zustande gekommen ist. Auch der auf schwierige sowie Distressed-Situationen spezialisierte PE-Investor Apollo hatte sein Interesse an der Westimmo bekundet, scheint jetzt aber doch aus dem Rennen zu sein.

Aareal Bank: Corealbank-Deal reloaded?

Die Sparkassen und Nordrhein-Westfalen sollen die Aareal Bank bevorzugen, schon allein weil die Bankenaufsicht gegen diesen Käufer weniger Bedenken haben würde. Außerdem könne Aareal die Kredite der Sparkassen in der Westimmo ablösen und eine von der Abwicklungsanstalt für ein Privatkundenportfolio abgegebene Garantie  ebenfalls übernehmen.

Der Deal erinnert an den Kauf der Corealbank kurz vor Weihnachten 2013, für den die Aareal 342 Millionen Euro bezahlt hat. Die vom US-Finanzinvestor Lone Star sanierte Bank hatte zu diesem Zeitpunkt ein Eigenkapital von 648 Millionen Euro. Glückt der Kauf, hätte CFO Hermann Josef Merkens erneut einen Deal eingefädelt, bei dem die Aareal Bank einen Konkurrenten zu einer, wie es scheint, günstigen Bewertung übernehmen würde.

julia.becker[at]finance-magazin.de