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Deutsche Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen droht Gerichtsprozess

Jetzt steht es fest: Jürgen Fitschen (rechts) wird angeklagt. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet sich erst in einigen Monaten.
Deutsche Bank

Die Münchner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Prozessbetrugs gegen den Deutsche Bank Co-Chef Jürgen Fitschen. Neben Fitschen werden auch seine Vorgänger Rolf Breuer und Josef Ackermann sowie Clemens Börsig und eine weiteres nicht namentlich genanntes Vorstandsmitglied angeklagt.

Den anderen Angeklagten wird vorgeworfen, falsche Aussagen im Kirch-Verfahren gemacht zu haben. Angeblich sollen sie Schadenersatzzahlungen an Erben des Medienunternehmers Leo Kirch verhindert haben. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Jürgen Fitschen, Falschaussagen nicht korrigiert zu haben. Da die Zahlungen durch die Bank dennoch erfolgt sind, geht es bei der Anklage nur um versuchten Prozessbetrug.

Prozess gegen Fitschen?

Ob das Münchner Landgericht die Klage zulässt und es zu einem Prozess kommt, wird sich erst in einigen Monaten entscheiden. Das Landgericht rechnet aufgrund des Umfangs der Akten nicht mit einer Entscheidung vor Anfang nächsten Jahres.

Vor einigen Monaten hatte Fitschen laut Medienberichten ein Angebot der Münchner Staatsanwaltschaft abgelehnt, das Verfahren gegen ein Bußgeld von 500.000 Euro zu beenden.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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Antonia Kögler ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat einen Magisterabschluss in Amerikanistik, Publizistik und Politik und absolvierte während ihres Studiums Auslandssemester in Madrid und Washington DC. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsthemen und verfolgt alle Entwicklungen rund um Green Finance und Nachhaltigkeit in der Finanzabteilung.

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