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HSBC Trinkaus wächst im Firmenkundengeschäft

Die HSBC Trinkaus baut das Kreditportfolio mit mittelständischen Unternehmen mit internationaler Ausrichtung weiter aus.
HSBC

Die HSBC Trinkaus & Burkhardt kann in Deutschland ihr Kreditgeschäft mit mittelständischen Unternehmen weiter ausbauen. Mitte des vergangenen Jahres hat die Bank eine umfassende Wachstumsstrategie in diesem Geschäftsbereich angekündigt und seitdem unter Firmenkundenchef Stephen Price forciert. Dies schlägt sich auch in den Zahlen nach den ersten drei Quartalen von 2014 nieder. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge im Bereich Commercial Banking hat sich von 45,7 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen von 2013 auf 59,4 Millionen Euro verbessert. Dies zeigt sich auch im gesamten Zinsüberschuss, der sich von 124,3 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2013 auf 130,4 Millionen Euro verbessert hat.

Die positiven Wachstumsentwicklungen im Firmenkundengeschäft schlagen sich allerdings noch nicht im Gesamtergebnis der Bank nieder. Die HSBC erreichte im bisherigen Jahr 2014 ein Vorsteuerergebnis von 152,5 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang um 11 Millionen Euro (6,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Mit diesem prognostizierten Rückgang des Vorsteuergewinns im einstelligen Prozentbereich liegt die HSBC im Plan“, erklärt ein Sprecher der HSBC. „Der Kostenaufwand vor allem im Bereich Personal steigt erwartungsgemäß durch die Wachstumsinitiative deutlich“.

Kosten der HSBC-Wachstumsstrategie belasten Ergebnis

Die HSBC hat bereits 288 der angekündigten 500 neuen Mitarbeiter im Rahmen dieser Wachstumsinitiative eingestellt. Auch auf der Führungsebene hat sich die HSBC im Firmenkundengeschäft mit drei Neuzugängen im Herbst 2014 verstärkt. Weiterhin wird die HSBC ab Januar auch in Hannover mit einem neuen Standort vertreten sein.

Allerdings ist bei den Kosten für den Verwaltungsaufwand der HSBC ein Rückgang um 1,5 Millionen Euro zu erkennen. Die Bank erklärt dies damit, dass die Personalkosten zwar insgesamt steigen, aber „nicht höher als die im Vergleich zum Vorjahr entstandenen Kosten durch den Rückzug aus Luxemburg“ sind. Die HSBC hat sich im vergangenen Jahr aus dem Geschäft in Luxemburg zurückgezogen.

HSBC: Kapitalerhöhung stützt Wachstumsinitiative

Um die erhöhten Kosten der Wachstumsoffensive besser schultern zu können, hat die HSBC im September eine Kapitalerhöhung beschlossen. Diese Maßnahme wurde im Oktober umgesetzt und das Grundkapital um 16 Millionen Euro erhöht. Das Eigenkapital wurde mit rund 380 Millionen Euro gestärkt. Zum 30.9. lag die Eigenkapitalquote der Bank bei 10,6 Prozent. Zum Vorjahresende lag sie noch bei 14,7 Prozent. Bereits im Juli hatte Finanzvorstand Paul Hagen gesagt, dass er die Entwicklung der Eigenkapitalquote intensiv beobachte.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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Antonia Kögler ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat einen Magisterabschluss in Amerikanistik, Publizistik und Politik und absolvierte während ihres Studiums Auslandssemester in Madrid und Washington DC. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsthemen und verfolgt alle Entwicklungen rund um Green Finance und Nachhaltigkeit in der Finanzabteilung.

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