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04.01.18
Banking & Berater

Allen & Overy holt Dominik Stühler in die Private-Equity-Praxis

Die Kanzlei Allen & Overy baut ihr Private-Equity-Geschäft aus: Dominik Stühler verstärkt das Büro in München als Partner. Der 44-Jährige hat zuletzt den Private-Equity-Bereich bei DLA Piper mit aufgebaut.

Die Kanzlei Allen & Overy baut ihre Präsenz in der Private-Equity-Hochburg München aus: Der 44-järhige Dominik Stühler wird Partner im Münchener Büro der Kanzlei. Er wechselt von DLA Piper, wo er 2013 als Partner mit Schwerpunkt Private Equity angeheuert hatte. Stühlers Leistung bei dem Wettbewerber fand man bei Allen & Overy offenbar überzeugend: Stühler und seine Kollegen hätten bei DLA Piper „in kurzer Zeit den Bereich Private Equity erfolgreich aufgebaut“, lobt sein neuer Arbeitgeber.

Allen & Overy will Private-Equity-Aufschwung nutzen

Ähnliches soll Stühler nun auch bei Allen & Overy vollbringen. Die Kanzlei sieht seine Verpflichtung als wichtigen Schritt, um ihre Private-Equity-Praxis „zu einer der führenden Praxen im deutschen Markt zu entwickeln“, sagt Senior Partner Thomas Ubber. Wann genau Stühler bei Allen & Overy anfangen wird, ist derzeit allerdings noch offen. 

Aus dem Private-Equity-Bereich erhofft sich die Kanzlei für die kommenden Jahre viel Geschäft: „Für viele Finanzinvestoren ist Deutschland der wichtigste Zielmarkt der kommenden Jahre, sodass wir einen weiteren Aufschwung bei Private-Equity-Transaktionen erwarten“, sagt Hans Schoneweg, der bei Allen & Overy die Corporate- und M&A-Praxis in Deutschland leitet.

Allen & Overy füllt seine Reihen wieder auf

Der 44-jährige Stühler berät seit mehr als 15 Jahren zu M&A-Deals von Unternehmen und Finanzinvestoren. Von 2005 an arbeitete er nach Stationen bei Norton Rose, Baker & McKenzie und Clifford Chance für Kirkland & Ellis, wo er 2010 Partner wurde. Ende 2013 wechselte er dann als Partner zu DLA Piper. In den vergangenen Jahren zählten unter anderem die Partners Group, EQT, Fortress und Blackstone zu Stühlers Mandanten.

Mit Stühlers Verpflichtung kämpft sich Allen & Overy ein weiteres Stück zurück im Wettbewerb der transaktionsbezogenen Kanzleien. In den vergangenen Monaten hat Allen & Overy seine Transaktionsberatung wieder ausgebaut, die seit Ende 2016 durch mehrere Abgänge dezimiert worden war. Im März 2017 war schon Michiel Huizinga, der zuvor für King & Wood Mallesons tätig war, in die M&A-Praxis im Frankfurter Büro von Allen & Overy gewechselt.

Allen & Overy hatte zuvor, im Herbst 2016, binnen weniger Tage die Abgänge des renommierten M&A-Anwalts Michael Ulmer sowie des Kapitalmarktspezialisten Oliver Seiler verkraften müssen. Kurz darauf wurde zudem der Wechsel des damaligen Private-Equity-Partners Michael Bernhardt zu Milbank Tweed Hadley & McCloy bekannt. Zuletzt wechselte im Herbst 2017 der bekannte M&A-Spezialist Neil George Weiand von Allen & Overy zu Linklaters.  

Derzeit beschäftigt Allen & Overy nach eigenen Angaben mehr als 220 Berufsträger an seinen vier deutschen Standorten in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de