Breitenbücher Rechtsanwälte

07.01.20
Banking & Berater

Insolvenzexpertin Breitenbücher kooperiert mit Baker Tilly

Nach dem Auseinanderbrechen der Insolvenzkanzlei Kübler hat nun auch die frühere Partnerin Bettina Breitenbücher eine eigene Kanzlei gegründet. Sie kooperiert zum Start mit dem Beratungshaus Baker Tilly.

Neuanfang heißt es zum Jahreswechsel 2020 für die Insolvenzexpertin Bettina Breitenbücher. Die Rechtsanwältin war seit 2002 geschäftsführende Partnerin der Insolvenzkanzlei Kübler, deren Auseinanderbrechen im vergangenen Frühjahr bekanntgeworden war. Die Juristin wird künftig mit einem Team von 20 Mitarbeitern unter „Breitenbücher Rechtsanwälte“ an acht der 15 vormaligen Kübler-Standorten firmieren, wie sie im Gespräch mit FINANCE erläuterte.

Die drei Standorte Stuttgart, Frankfurt, Leipzig sollen dabei eng mit dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Baker Tilly kooperieren. 

Längerfristige Kooperation mit Baker Tilly geplant

„Die Zusammenarbeit mit Baker Tilly ist auf Dauer angelegt“, sagt Breitenbücher. Sollte diese fruchten, sei für die 53-jährige Juristin ein späteres Zusammengehen nicht ausgeschlossen. Für etwa ein Jahr wollen Breitenbücher und Baker Tilly zunächst an konkreten Projekten zusammenarbeiten und die Details der Kooperation weiterentwickeln. Dabei sind Breitenbücher und Baker Tilly eigenständig unterwegs.

Die Kooperation könnte für beide Seiten ein Weg sein, das Angebot im Bereich Restrukturierung und Insolvenz enger zu verzahnen. Während Breitenbücher auf das klassische Insolvenzrecht spezialisiert ist, hat Baker Tilly ein interdisziplinäres Restrukturierungsteam mit insgesamt 50 Mitarbeitern, die sich neben insolvenzrechtlicher Beratung auch auf insolvenznahe Beratung und Insolvenzprophylaxe fokussieren.

Eine engere Verzahnung von Restrukturierungs- und Insolvenzexpertise wird derzeit im Markt stark diskutiert, denn durch die neue EU-Restrukturierungsrichtlinie gewinnt die vorinsolvenzliche Restrukturierung zunehmend an Bedeutung.

Ex-Kübler-Partner starteten neue Projekte

Die ehemaligen geschäftsführenden Partner haben derweil neue Projekte gestartet: So will Gründer und Namensgeber Bruno Kübler mit einer eigener Kanzlei weiterhin aktiv am Markt bleiben. Der vormalige Kübler-Partner Sebastian Laboga wechselte indes zum Jahresende 2019 zu Pluta.

Bereits im Herbst 2017 war der ehemalige Kübler-Partner Franz-Ludwig Danko zu Römermann gewechselt, wo es ihn jedoch nur wenige Monate hielt. Auch er ist inzwischen mit eigener Kanzlei am Markt.

martin.barwitzki[at]finance-magazin.de