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29.04.16
Banking & Berater

Carsten Lehmann wird Vorstand von IMAP Deutschland

Die M&A-Beratung IMAP Deutschland hat wieder einen dritten Vorstand: Carsten Lehmann hat beim Bankhaus Lampe das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen mit aufgebaut.

Die Mannheimer M&A-Berater von IMAP Deutschland haben das zuletzt auf zwei Personen geschrumpfte Vorstandsgremium wieder aufgefüllt. Zum 1. Mai wird Carsten Lehmann den dritten Vorstandsposten übernehmen. Die Stelle war vakant geworden, nachdem Heiko Frank, der ursprünglich den Münchener Standort ausbauen sollte, aus dem Gremium ausgeschieden war. Der Vorstand bestand zuletzt noch aus Karl Fesenmeyer und aus Peter Koch.

Der promovierte Volkswirt Carsten Lehmann wechselt vom Bankhaus Lampe zur IMAP. Dort war er insgesamt rund 13 Jahre lang tätig und baute das M&A-Beratungsgeschäft mit auf. Lehmann ist auf die Branchen Konsumgüter, Handel, Logistik, Software und Fertigungstechnik spezialisiert.

Carsten Lehmann verlässt Bankhaus Lampe für die IMAP

Bei der Bank begann Carsten Lehmann seine Karriere in der Tochter Lampe Corporate Finance, die er von Oktober 2008 bis August 2013 als Managing Director vertrat. Die Tochter Lampe Corporate Finance wurde 2013 in die Aktivitäten des Bankhauses integriert, der Frankfurter Zweig mit Schwerpunkt auf M&A-Deals und Corporate Finance wurde daraufhin in das kapitalmarktorientierte Beratungsgeschäft der Mutter eingebettet.

Lehmann war bereits im Oktober 2012 Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung bei der Mutter Bankhaus Lampe geworden und gab im Zuge der Neuordnung die Geschäftsführung von Lampe Corporate Finance auf. Als Executive Board Member beim Mutterhaus war er in den folgenden Jahren für das mittelständische Firmenkundengeschäft zuständig. Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass Lehmann das Bankhaus für einen Wechsel in die M&A-Branche verlässt.

M&A-Berater zwischen Netzwerken und Vollintegration

Der neue Vorstand, der vor seiner Zeit beim Bankhaus Lampe auch Stationen bei der Commerzbank, Krueger & Uhen sowie der DZ Bank absolviert hat, kommt in einer hektischen Phase zu IMAP Deutschland. In den vergangenen Monaten haben mehrere Partner die M&A-Beratung verlassen, der vormalige Vorstand Frank wurde nur noch als Beirat geführt. Peter Koch hatte schon Ende März gegenüber FINANCE angekündigt, das Führungsgremium bald wieder auf drei Personen erweitern zu wollen.

Neben der Neuordnung in Mannheim muss sich das IMAP-Netzwerk auch auf internationaler Ebene neu sortieren. Die Partnerschaft unabhängiger Beratungsunternehmen musste Ende 2015 den Austritt der M&A-Beratung Clearwater verkraften. Unter diesem Label hatten sich mehrere vormalige Mitglieder der IMAP-Partnerschaft zusammengetan. In Deutschland schloss sich die vormalige @visory an Clearwater an.

In der deutschen M&A-Beraterlandschaft tobt vor dem Hintergrund der zahlreichen Fusionen der vergangenen Monate zurzeit eine Debatte, ob die Arbeit in einer internationalen Partnerschaft unabhängiger M&A-Berater oder der Ansatz als vollintegriertes Beratungshaus mehr Erfolg versprechen. Das Netzwerk IMAP wurde 1973 gegründet und zählt zu den ältesten Organisationen. Weltweit ist IMAP nach eigenen Angaben derzeit in 35 Ländern vertreten.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Alles über die jüngsten Fusionen in der Branche sowie die wichtigsten Führungswechsel finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite über die Welt der M&A-Berater.