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Lincoln holt Greenhill-Experten Andreas Bienert

Andreas Bienert wechselt von Greenhill zu Lincoln.
Lincoln

Die M&A-Beratung Lincoln holt sich Andreas Bienert als Managing Director ins Boot. Bienert wird künftig das Frankfurter Büro verstärken und den Bereich Industrietechnologie im deutschsprachigen Raum leiten. Er soll insbesondere Private-Equity– und Firmenkunden bei M&A-Deals beraten. Derzeit arbeiten am Frankfurter Standort von Lincoln International 60 Berater, 15 davon im Industrials-Bereich, einschließlich Chemie und Automotive.

Bienert kommt von Greenhill, wo er 15 Jahre für grenzüberschreitende M&A-Transaktionen verantwortlich war. Bei der Investmentbank fing er laut seinem LinkedIn-Profil 2006 als M&A-Analyst Advisory an, zuletzt arbeitete er dort als Principal (Director) im M&A Advisory. Dort soll er Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 6,6 Milliarden Euro verantwortet haben.

Andreas Bienert bringe „tiefe Sektorkenntnisse, etablierte Beziehungen und Transaktionserfahrung“ mit, insbesondere im Industrietechnologiesektor, begründet Lincoln den Neuzugang. „Der Zugang von Andreas erweitert und vertieft unsere Expertise im Bereich Industrials. Er wird eine starke Ergänzung für unser globales Team und für die Kunden, die wir betreuen, sein“, so Friedrich Bieselt, Managing Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei Lincoln.

Samengo-Turner wechselt von Greenhill zu Barclays

Bereits im April musste Greenhill den Weggang eines hochkarätigen Experten bekannt geben: Nach 15 Jahren bei Greenhill wechselt Anthony Samengo-Turner zur britischen Konkurrenz Barclays. Dort arbeitet er ab September als M&A-Chef für die Dach-Region. Auch bei Greenhill hatte der Investmentbanker die Position des M&A-Co-Chef der DACH-Region inne.

Bienerts neuer Arbeitgeber Lincoln verspricht sich viel vom laufenden Jahr und rechnet trotz Coronakrise mit einem M&A-Boom. „Aus meiner Sicht sind zwei Faktoren dafür verantwortlich, dass der M&A-Markt in diesem Jahr boomen wird: Zunächst finden derzeit gewöhnliche M&A-Deals statt – also Transaktionen, die mit und ohne Corona jetzt eingefädelt werden. Hinzu kommt ein Nachholeffekt aus dem Jahr 2020, in dem vor allem im ersten Halbjahr zahlreiche Deals auf Eis gelegt worden sind“, begründete Lincoln-CEO Michael Drill seinen Optimismus in einem Interview mit FINANCE aus dem März.

Allein bei Lincoln in Frankfurt gebe es derzeit über zehn Verkaufsprojekte, die noch aus dem Jahr 2020 stammen und im laufenden Jahr einen Abschluss finden sollten, sagte er damals. Aber auch neue Deals, wie im Industrials-Bereich, kommen hinzu: Vor rund einer Woche wurde bekannt, dass Lincoln das Bottroper Familienunternehmen Seepex bei dem Verkauf an das US-Unternehmen Ingersoll Rand beraten hat. Der US-Konzern übernimmt den Spezialisten für Exzenterschneckenpumpen, Pumpensysteme und digitale Lösungen für rund 430 Millionen Euro. 

sarah.backhaus[at]finance-magazin.de

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Sarah Backhaus ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat Journalismus an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln studiert. Sarah Backhaus arbeitete während ihres Studiums unter anderem für Onlinemagazine von Gruner + Jahr und schrieb als freie Journalisten für die Handelszeitung, faz.net und Impulse.

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