Sieben Standorte wird PwC schließen. Die internen Service-Funktionen sollen von Frankfurt nach Düsseldorf.

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07.10.15
Banking & Berater

FINANCE-Exklusiv: PwC will sieben Standorte schließen

FINANCE-Informationen zufolge wird PwC sieben Standorte in Deutschland schließen. Über 800 Mitarbeiter sind davon betroffen. PwC erhofft sich Einsparungen von bis zu 25 Millionen Euro.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC will FINANCE-Informationen zufolge sieben Standorte in Deutschland schließen. Konkret handelt es sich um die Standorte Dresden, Freiburg, Karlsruhe, Magdeburg, Mainz, Oldenburg und Siegen. Insgesamt hat PwC 30 Standorte in Deutschland.

Von dieser Schließung sind 240 Mitarbeiter betroffen. Zudem ist geplant, die internen Service-Funktionen, wovon die größten Bereiche Human Capital und IT sind, von Frankfurt nach Düsseldorf zu verlagern. Davon sind dann nochmal 616 Mitarbeiter betroffen, sodass die Schließungen insgesamt über 800 Mitarbeiter treffen werden. Kündigungen wird es dem Vernehmen nach allerdings nicht geben, alle Mitarbeiter der Standorte, die aufgegeben werden, sollen in größere benachbarte Standorte versetzt werden.

PwC wächst kaum noch, KPMG, EY und Deloitte holen auf

FINANCE-Informationen zufolge sollen die Standorte im Verlauf des Jahres 2016 in die größeren Nachbarstandorte integriert werden, wodurch unter anderem bestehende Büroflächen besser genutzt werden sollen. Unternehmensnahen Kreisen zufolge verspricht sich PwC von den Maßnahmen insgesamt ein Einsparvolumen von rund 25 Millionen Euro. Ob alle Mitarbeiter bei so einem Großumzug mitmachen wollen, ist fraglich.

Auf Anfrage von FINANCE verwies PwC lediglich auf das Jahres-Pressegespräch des Unternehmens am morgigen Donnerstag in Frankfurt. In diesem Rahmen dürften die Informationen dann offiziell bestätigt werden.

Das Geschäft von PwC in Deutschland stagnierte zuletzt. Laut des Research-Hauses Lünendonk, das jährlich die Umsätze der Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland schätzt, ist der Umsatz von PwC im Jahr 2014 lediglich um 1,9 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro gestiegen. Damit ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zwar immer noch die Nummer 1 in Deutschland, doch die Konkurrenten sind viel stärker gewachsen: Die zweitplatzierte KPMG ist um 3,5 Prozent gewachsen (1,38 Milliarden Euro), Ernst & Young um 8 Prozent (1,37 Milliarden Euro) und Deloitte sogar um 9,5 Prozent (729 Millionen Euro).

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

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