Harte Zeiten für EY: Der Prüfer gewann einst viele neue Dax-Mandate, die er nun teilweise wieder abgeben muss. Davon profitiert die Konkurrenz.

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FINANCE+ 22.07.21
Banking & Berater

Wie gewonnen, so zerronnen

Prüferrotation und Wirecard verändern die Marktanteile der Big Four im Dax30. Während der einstige Rising Star EY Verluste verkraften muss, schwingt sich PwC zur neuen Nummer 1 auf – und es gibt einen neuen Angreifer.

Seit 2016 ist die gesetzliche Prüferrotation im Gange, sie brachte viele Veränderungen für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Unternehmen mit sich. Die Verteilung der Mandate auf die im Dax 30 gelisteten Firmen ist im Vergleich zu vor fünf Jahren kaum noch wiederzuerkennen: 20 Unternehmen haben ihren Wirtschaftsprüfer bereits gewechselt oder haben es in Kürze vor, innerhalb der Big Four – KPMG, PwC, Deloitte und EY – gab es daher deutliche Verschiebungen (siehe Tabelle).

Am meisten an Kundschaft eingebüßt hat KPMG: Prüfte die Gesellschaft 2016 noch 18 Dax-Konzerne, sind es heute nur noch 11. Der einstige Platzhirsch musste viele namhafte Kunden ziehen lassen: BMW, Henkel, Allianz oder die Deutsche Bank. Hinzugekommen sind nur wenige neue Mandanten in der ersten Börsenliga. Dazu zählt seit 2021 erstmals E.on, das seine Bilanzen zuvor von PwC absegnen ließ. Dabei hatte KPMG bei vielen Dax-Unternehmen seinen Hut in den Ring geworfen, zum Beispiel bei Heidelbergcement oder Volkswagen, blieb allerdings ohne Erfolg.

PwC ist die neue Nummer 1 im Dax

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