Inside Corporate Banking

Abonnements

Startseite CFO CFO-Interviews CFO Sebastian Schulte macht nicht nur bei Deutz Druck

CFO Sebastian Schulte macht nicht nur bei Deutz Druck

Das Ruder fest in der Hand. Sebastian Schulte ist CFO bei Deutz. Foto: Adobe.Stock.Corepics
Das Ruder fest in der Hand. Sebastian Schulte ist CFO bei Deutz. Foto: Adobe.Stock.Corepics

Seit Januar diesen Jahres ist Sebastian Schulte CFO bei Deutz. Der Motorenbauer aus Köln hat Standorte in 130 Ländern, beschäftigt 4.600 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Doch Schulte ist weniger auf Karriere fixiert als auf das, was ihm Spaß macht – und das hat ihm erst einen Weltmeistertitel im Rudern und nun einen Vorstandsposten im SDax gebracht. Im FINANCE-Podcast „Future CFO“ erzählt er, wie es ihm gelungen ist, neben einer Laufbahn als Leistungssportler auch noch eine erfolgreiche CFO-Karriere einzuschlagen.

Sebastian Schulte ist zu Gast im Future-CFO-Podcast. Foto: Deutz

Sebastian Schulte war Ruderweltmeister 2006

Das vielleicht Bemerkenswerteste an Schultes ungewöhnlicher Laufbahn: Er hatte nie geplant, CFO zu werden, wie er im Gespräch verrät. Von 2001 bis 2007 zählte er zur Stammbesetzung des Deutschland-Achters im Rudern, 2006 wurde er Weltmeister. Das Flaggschiff des deutschen Ruderverbands scheint ein gutes Sprungbrett für die Corporate-Finance-Welt zu sein; schließlich hat auch Eckhard Schulz zuerst im Achter gekeult (mit dem Olympiasieg 1988 als Highlight) und dann als CFO reüssiert, zum Beispiel bei LEG Immobilien.

Der Leistungssport war „mein erster Karrierepfad“, gibt Schulte zu. Doch dann kam er bei ThyssenKrupp in Kontakt mit CFO-Themen und sah darin eine attraktive Berufsperspektive: „Ich dachte mir: Was die Jungs dort machen, könnte Spaß machen“, sagt er im Podcast. 

Doppelrolle: CFO und Personalvorstand

Schulte gibt zu, dass er vor dem Sprung an die Spitze des Finanzressorts von Deutz „anfangs etwas eingeschüchtert“ gewesen sei, trotz seiner vielfältigen Erfahrungen nicht zuletzt als CFO bei der krisengebeutelten ThyssenKrupp-Tochter in Brasilien zwischen 2014 und 2017: „Ich muss sagen, ich hatte etwas Bammel vor der neuen Rolle.“ Kein Wunder, steht er nun nicht nur direkt im Rampenlicht des Kapitalmarktes, sondern hat in Doppelfunktion zusätzlich auch noch eine gänzlich neue Rolle als Personalvorstand angenommen. Das Lampenfieber währte aber nicht lange; dafür hat Schulte lange genug gelernt, auch unter Druck Leistung abzuliefern.

Schulte schätzt Personen, die Besonderes leisten, statt sich durchmogeln zu wollen – ob auf der Ruderstrecke, an der Universität Cambridge oder im Beruf. Dieser Respekt vor der Leistung anderer prägt auch seinen Managementstil: Die Fähigkeit zur Selbstkritik nennt er im Podcast als wichtige Tugend in seiner Rolle als Finanzchef. Und Schulte hat sich den ungewöhnlichen Blickwinkel des Seiteneinsteigers bewahrt: Sieht er Jobanwärter, die ein Hobby intensiv verfolgen, vielleicht, aber nicht notwendigerweise im Leistungssport, „beginnt mich diese Person zu interessieren“, verrät der CFO.

Wie genau es Sebastian Schulte vom Ruderweltmeister zum Finanzvorstand geschafft hat und wie er heute in seiner Doppelrolle im SDax-Konzern agiert, hören Sie hier in unserer neusten Ausgabe von „Future CFO – der FINANCE-Karriere-Podcast“. Außerdem finden Sie den Podcast bei Spotify, Apple Podcast und Audible.

vivien.steinhuebl[at]frankfurt-bm.de

Info