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Almuth Steinkühler wird erste CFO von Merz

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Almuth Steinkühler brachte 2023 Schott Pharma als größten europäischen IPO des Jahres an die Börse. Foto: Merz Group
Almuth Steinkühler brachte 2023 Schott Pharma als größten europäischen IPO des Jahres an die Börse. Foto: Merz Group

Vier Monate nachdem bekannt wurde, dass CFO Almuth Steinkühler Schott Pharma verlässt, steht nun ihre neue Destination fest. Ab November wird sie bei dem deutschen Healthcare-Unternehmen Merz Group als Finanzvorständin antreten. Mit ihrer Berufung erweitert sich die Führungsspitze des Frankfurter Unternehmens auf drei Personen – neben CEO Philip Burchard und COO Hans-Jörg Bergler.

Bislang hatte Mark Jehle als Senior Vice President die Finanzgeschicke der Merz Asset Management Holding geführt. In dieser Position hatte er auch die Konzernfinanzen im Blick. Er wird künftig an Steinkühler berichten. Die Merz Group zählt mehr als 5.000 Mitarbeitende weltweit und erwirtschaftete eigenen Angaben zufolge im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro.

Vom Börsenparkett ins Familienunternehmen

Mit Steinkühler holt sich Merz eine erfahrene Finanzexpertin an Bord. Besondere Aufmerksamkeit gewann sie in ihrer vorherigen Position als CFO des Pharmaverpackungsunternehmens Schott Pharma, bei welchem sie maßgeblich den größten europäischen Börsengang des Jahres 2023 verantwortete.

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin bringt internationale Expertise aus Führungspositionen bei Konzernen mit nach Frankfurt: Nach ihrem Studium an der WHU – Otto Beisheim School of Management stieg Steinkühler zunächst beim Automobilzulieferer Continental im Bereich Investitions-Controlling und M&A ein, wo sie in knapp zehn Jahren unterschiedliche Führungsaufgaben übernahm. Unter anderem hatte sie in Großbritannien die kaufmännische Verantwortung für die Dunlop Oil & Marine inne, später auch für das weltweite Segment Oil & Marine. Im Anschluss leitete Steinkühler das Controlling & Accounting des Segments Advanced Belting Solutions sowie der europäischen Operations-Funktion des Conveyer-Belt-Geschäfts.

Anschließend verantwortete sie von 2017 an bei Thyssenkrupp die Ressorts Controlling, Accounting und Risk der Business Unit Chemical and Process Technologies. Im Jahr 2022 ging sie zu Schott nach Mainz als Leiterin Controlling & Finance der Pharmasparte und spielte eine zentrale Rolle bei deren Carve-out.

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Steinkühler wird auch Governance-Gremien beiwohnen

Ihr Coup bei Schott Pharma machte sie interessant für das Frankfurter Familienunternehmen: „Wir waren besonders von ihrer erfolgreichen Zeit als CFO bei einem führenden Pharmaverpackungsunternehmen beeindruckt“, erklärt Christian Baatz, Geschäftsführer der Merz Family Holding. Die Expertise und strategische Perspektive auf die Geschäftsentwicklung würden das Familienunternehmen in einer wichtigen Wachstumsphase deutlich stärken.

CEO Philip Burchard hebt besonders Steinkühlers Erfahrung in der Digitalisierung und Prozessoptimierung hervor – Themen, die auch bei Merz zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Ihre internationale Erfahrung als Finanzführungskraft und ihre nachgewiesene Expertise in der Pharmaindustrie machen sie zur idealen Ergänzung“, so Burchard. Die neue CFO wird nicht nur dem Konzernvorstand angehören, sondern auch Verantwortung in den Governance-Gremien der verschiedenen Gruppengesellschaften übernehmen.

Esra Laubach ist Redakteurin bei FINANCE und widmet sich schwerpunktmäßig den Themen Transformation, Restrukturierung und Recht. Sie ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin. Vor FINANCE war sie rund fünf Jahre als Legal-Journalistin für den Juve Verlag in Köln tätig, wo sie auch ihr journalistisches Volontariat absolvierte. Esra Laubach arbeitete während ihres Studiums multimedial u.a. für das ARD-Morgenmagazin, mehrere Zeitungen und moderierte beim Hochschulradio Kölncampus.