Interims-Finanzchef Reiner Beutel hört beim Auto-Zulieferer MAG IAS auf.

MAG IAS

09.03.15
CFO

CFO Reiner Beutel verlässt Zulieferer MAG IAS

Finanzchef Reiner Beutel hört am Monatsende beim Auto-Zulieferer MAG IAS auf. Er war als Interims-Manager für die Restrukturierung des Konzerns geholt worden – die ist jetzt abgeschlossen. Die Refinanzierung verhandelt CEO Rainer Schmückle.

CFO Reiner Beutel verlässt den Auto-Zulieferer MAG IAS mit Ablauf seines Vertrags Ende März. Seine Aufgaben werden in Zukunft von Jens Mayr, der beim Unternehmen Executive President Finance ist, übernommen. In die Geschäftsführung rückt Mayr vorerst indes nicht.

Der 56-jährige Beutel wurde im September 2013 zum Interims-CFO von MAG IAS, nachdem er als Berater des MAG-Eigentümers Mo Meidar zuvor in den Aufsichtsrat gekommen war. Zu dem Zeitpunkt war MAG ein Restrukturierungsfall. Das Unternehmen befand sich damals in treuhänderischer Verwaltung.

Restrukturierung von MAG IAS ist abgeschlossen

Der sanierungserfahrene Beutel leitete die Neuausrichtung, in deren Verlauf sich MAG als Autozulieferer neu positionierte. Geschäftseinheiten mit anderen Industrien stieß MAG ab. Ende Dezember 2013 etwa wurde der Geschäftsbereich Industrial Equipment an die Fair Friend Group veräußert. Mit Ablauf der Neuaufstellung sieht das Unternehmen die Aufgabe als abgeschlossen an.

Beutel geht während der noch laufenden Verhandlungen über die Refinanzierung des Unternehmens – die Mittelstandsanleihe im Volumen von 50 Millionen Euro läuft im Februar 2016 aus. Die Investoren und beteiligten Banken wird sein Ausscheiden wohl kaum überraschen, schließlich wissen Finanzierungspartner üblicherweise schon früh von personellen Veränderungen im Management des Unternehmens. Zudem führt seit November mit Rainer Schmückle ein erfahrener Automobil-Manager das Unternehmen, der dem 40-jährigen Mayr auch bei Finanzierungsfragen zur Seite stehen dürfte.

MAG IAS bekräftigt zugleich das Vorhaben, die Refinanzierung im ersten Halbjahr 2015 erfolgreich abzuschließen. Mögliche Instrumente umfassen sowohl Fremdkapital als auch die Aufnahme zusätzlichen Eigenkapitals. Erste indikative Angebote seien eingegangen, heißt es aus informierten Kreisen. Zuletzt notierte der Bond knapp unter 90 Prozent.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

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