Premiere für Daniel Drummer: Er wird nicht nur zum ersten Mal in seiner Karriere CFO, sondern auch der erste Finanzchef des Fintechs Auxmoney überhaupt.

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05.06.19
CFO

Fintech Auxmoney beruft 31-Jährigen als CFO

Das Fintech Auxmoney beruft den ersten Finanzchef der Unternehmensgeschichte – und entscheidet sich für einen 31-Jährigen.

Feuertaufe für den erst 31-jährigen Daniel Drummer: Er übernimmt die zum ersten Mal überhaupt geschaffene CFO-Stelle bei dem Fintech Auxmoney. Er verantwortet künftig die Bereiche Finanzen, Legal und IT und bildet zusammen mit Raffael Johnen, Philipp Kriependorf und Arie Wilder die Geschäftsführung.

Nicht nur für die Kreditplattform Auxmoney ist die CFO-Stelle neu – auch für Daniel Drummer ist das ein Debüt. Er arbeitete seit 2016 in New York und London bei JP Morgan, wo er die Data-Analytics-Gruppe leitete und auch im globalen Führungsstab an der Digitalstrategie der Top-Investmentbank mitarbeitete. Vor seiner Karriere bei der US-Bank war er unter anderem für McKinsey und die Royal Bank of Scotland  tätig.

Seine Erfahrung mit digitalen Geschäftsmodellen und dem Investmentbanking wird er bei seinem neuen Arbeitgeber an vielen Stellen einbringen können: „Wir sind begeistert, mit Daniel Drummer einen ausgewiesenen Fintech-Experten mit langjähriger Kapitalmarkterfahrung für unser Team zu gewinnen. Durch seine umfassende Expertise in Finanzierungsthemen, seine breitgefächerten technischen Kompetenzen und sein globales Netzwerk wird er einen entscheidenden Beitrag für das weitere Wachstum von Auxmoney leisten", kommentiert Auxmoney-Chef Raffael Johnen die Personalie.

Daniel Drummer soll Auxmoney größer machen

Der neue Finanzchef hat sich vorgenommen, das Kreditvermittlungsgeschäft des Düsseldorfer Fintechs weiter auszubauen. „Auxmoney hat noch viel Potenzial für zukünftiges Wachstum. Ich freue mich sehr, als Teil des starken Teams nun die nächste Wachstumsphase mitzugestalten“, lässt sich Drummer zitieren.

Ein wichtiger Meilenstein der Wachstumsstrategie dürfte ein Börsengang werden. Bereits im September vergangenen Jahres kamen IPO-Gerüchte auf. CEO Raffael Johnen wäge die Möglichkeiten ab und liste Vor- und Nachteile eines Börsengangs auf, berichtete seinerzeit die Nachrichtenagentur Reuters. Auxmoney hält sich bis heute zu diesen Berichten bedeckt, bestätigt jedoch, dass ein Börsengang zu den in Frage kommenden Finanzierungsmöglichkeiten zählt. Die heute verkündete Schaffung der CFO-Funktion kann als Schritt in Richtung Kapitalmarkt gewertet werden.

Bislang finanzierte sich Auxmoney über private Finanzierungsrunden, die insgesamt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erbrachten. Zu den größten Investoren zählen die Wagniskapitalgeber Index Ventures, Union Square, Foundation Capital und Partech.

Auxmoney wächst exponentiell

Nach eigenen Angaben hat Auxmoney  seit der Gründung 2007 Kleinkredite im Wert von über 1 Milliarde Euro vermittelt, insgesamt 200.000 an der Zahl. Das Wachstum verläuft exponentiell: 2018 hat das Fintech gegenüber dem Vorjahr das ausgezahlte Kreditvolumen um 74 Prozent auf 551 Millionen Euro gesteigert und damit mehr vermittelt als in den zehn Jahren davor zusammen.

Doch der Markt der B2C-Kreditplattformen ist hart umkämpft: So hat auch der Online-Kreditvermittler Lendico, der ehemals Rocket Internet gehörte, große Pläne und seit der Gründung im Jahr 2013 schon über 100 Millionen Euro vermittelt. Auch das Fintech Smava bietet Kleinkredite an.

sarah.backhaus[at]finance-magazin.de