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Merck befördert Ex-Trainee zum Healthcare-CFO

Die Healthcare-Sparte von Merck musste Rückschläge verkraften.
Die Healthcare-Sparte von Merck musste Rückschläge verkraften. Foto: Ricochet64 - stock.adobe.com

Jakob Hoppe wird zum 1. Januar 2022 CFO der Healthcare-Sparte des Pharmakonzerns Merck. Wie der Dax-Konzern bekanntgab, wird Hoppe die Position von Andreas Stickler übernehmen. Hoppe wird künftig dem Konzern-CFO Marcus Kuhnert unterstellt sein.

Stickler, der seit 2015 die Finanzen der Healthcare-Sparte bei Merck verantwortete, verlässt das Unternehmen auf „eigenen Wunsch“, wie es in der Mitteilung hieß. Kurz darauf wurde auch bekannt, wohin es Stickler zieht: Er wird ab Januar neuer CFO bei dem Medikamentenanbieter Advanz, den der Private-Equity-Investor Nordic Capital kürzlich erworben hatte. Er kommt für Adeel Ahmad.

Jakob Hoppe ist ein Eigengewächs von Merck

Steht vor großen Aufgaben: Jakob Hoppe.
Foto: Merck

Mercks neuer Sparten-Finanzchef Jakob Hoppe ist ein Eigengewächs von Merck, seine Karriere begann er 2007 als Trainee im Finanzbereich des Pharma- und Industrieunternehmens. Seitdem hatte Hoppe verschiedene Positionen innerhalb des Konzerns inne, ab 2018 leitete er im Healthcare-Segment den Bereich Controlling, Marketing und Strategy. Zwischen 2019 und 2021 war Hoppe zudem Interims-Leiter der Geschäftseinheit Immunologie.

In seiner neuen Position kommen auf Hoppe anspruchsvolle Aufgaben zu, denn der Healthcare-Bereich von Merck steht derzeit unter Druck: Eine in Kooperation mit Pfizer entwickelte Immuntherapie wird voraussichtlich nicht so viel Umsatz bringen wie erhofft.

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Merck hatte Rückschläge in der Healthcare-Sparte

Zudem musste Merck ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem britischen Pharmariesen Glaxosmithkline zu einer potentiellen Tumortherapie erfolglos abbrechen. Hoppe soll also das Healthcare-Segment gemeinsam mit CEO Peter Guenter zurück in die Erfolgsspur bringen.

Insgesamt steht die Healthcare-Sparte von Merck allerdings noch solide da. Laut den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen des Konzerns wuchs der Umsatz im dem Bereich im vergangenen Vierteljahr um 5,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, was einem ein Anteil von 36 Prozent am Gesamtumsatz von Merck entspricht.

Der operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) ging in der Healthcare-Sparte hingegen deutlich zurück, dieser sank gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 40 Prozent auf 541 Millionen Euro. Grund hierfür sind aber keine operativen Probleme: Laut Merck ist der Gewinnrückgang vor allem durch eine Rückstellungsauflösung im Vorjahresquartal begründet.

paul.siethoff[at]faz-bm.de