08.05.13
CFO

Shearman & Sterling stellt neue Struktur vor

Nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Woche meldet sich die Kanzlei Shearman & Sterling nun mit einer neuen Struktur zurück. Der verbleibende Standort Frankfurt soll sich künftig auf das Geschäft mit M&A-Deals, auf Finanzrecht und Schiedsgerichtsbarkeit fokussieren. Auch das Personalkarussell dreht sich weiter.

Ein neues deutsches Führungsteam soll die Kanzlei Shearman & Sterling künftig leiten. M&A-Partner Thomas König als Managing Partner und Steuerpartner Bodo Bender als stellvertretender Managing Partner sollen dem einzigen verbleibenden deutschen Standort in Frankfurt neue Impulse geben. Sie sollen den Umstrukturierungsprozess gemeinsam mit Georg Thoma leiten, der seit 1991 Partner im Düsseldorfer Büro ist. Keine Aussagen machte die Kanzlei zunächst zu Rainer Wilke und Markus Rieder, die derzeit als Co-Managing-Partner die Kanzlei leiten. Ihre Zukunft hat sich wenige Stunden später geklärt: zusammen mit Harald Selzner und Martin Neuhaus gehen sie zu Latham & Watkins, für die Sie das Düsseldorfer Büro gründen werden.

Shearman & Sterling hatte kürzlich überraschend angekündigt, die Büros in Düsseldorf und München zu schließen. Frankfurt soll sich künftig auf die Bereiche Corporate/M&A, Kapitalmarktrecht, Finanzrecht, regulierte Industrien und Aufsichtsrecht sowie Steuerrecht und internationale Schiedsgerichtsbarkeit/Prozessführung konzentrieren.

Nach dem Abgang mehrerer Partner, zuletzt dem Anfang dieser Woche verkündeten Wechsel von M&A-Anwalt Hans Jürgen Meyer-Lindemann zu Dechert, zeichnet sich jetzt auch ab, wie die neue personelle Besetzung unterhalb der Führungsspitze aussehen wird. Neben Georg Thoma wird auch Alfred Kossmann in die Praxisgruppe Corporate/M&A in Frankfurt wechseln. Winfried Carli kommt von München nach Frankfurt, wo er mit Esther Jansen das Finance-Team führen soll. Marc Plepelits wird den Bereich Kapitalmarktrecht abdecken. Richard Kreindler soll weiterhin die Gruppe International Arbitration/Litigation in Deutschland leiten. Über den Verbleib der weiteren derzeit noch bei Shearman & Sterling beschäftigten Anwälte teilte die Kanzlei nichts mit.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de