Mit Björn Waldow bekommt die Sixt Leasing ihren eigenen CFO, eine wichige Voraussetzung für einen Börsengang ist damit erfüllt.

Sixt

01.04.15
CFO

Sixt Leasing bekommt mit Björn Waldow eigenen CFO

Die Leasing-Tochter von Sixt wird flügge und bekommt mit Björn Waldow ihren eigenen CFO. Ein IPO der Tochter wird damit immer wahrscheinlicher.

Die Leasing-Tochter des Autovermieters Sixt bekommt ihren eigenen CFO: Björn Waldow wird den bisherigen Alleinvorstand um Rudolf Rizzolli erweitern. In seiner neuen Funktion verantwortet Waldow neben den Finanzen auch das Rechnungswesen und Controlling sowie das Risikomanagement. Dazu kommen die Bereiche Investor Relations, Revision sowie Recht und Compliance.

Bisher lag die Verantwortung dieser Bereiche bei Rizzolli, mit  Woldow steigt aber neben ihm jemand in den Vorstand auf, der in der Sixt-Gruppe bereits an verschiedenen Stellen Finanzerfahrung gesammelt hat. Seit 2010 verantwortete er als Managing Director unter anderem die Abteilungen M&A, Sales-Controlling und das Konzern-Risikomanagement. Weitere Erfahrungen sammelte er zudem zwischen 1995 und 2001 bei der Deutschen Bank in verschiedenen Funktionen.

Sixt Leasing: Gedankenspiel Börsengang wird so langsam real

Als neuer CFO dürfte auf Waldow in naher Zukunft eine weitere Aufgabe zukommen, die bisher nicht aufgelistet ist. Sollte der Spin-Off der Leasingtochter tatsächlich erfolgen, wird es Waldows Job sein, bei Investoren auf Roadshow zu gehen. Ende Februar kündigte der Mutterkonzern Sixt an, dass ein  IPO der Leasing-Tochter geprüft wird. Die Konzernmutter erhofft sich dadurch, die Kapitalbasis der Tochter zu verbessern, ohne dadurch auf Grund von fehlenden Kapitals Wachstumsoptionen für das Autovermietungsgeschäft aufgeben zu müssen.

Offiziell ist der Börsengang nach wie vor nur ein Gedankenspiel, das sorgfältig geprüft wird. Mit der Installierung eines eigenen CFOs bei der Leasing-Tochter hat Sixt nun aber eine wichtige Grundvoraussetzung für einen Börsengang geschaffen.

Nach einem Spin-Off könnte sich Sixt Leasing stärker konzernunabhängig finanzieren. Die Muttergesellschaft plant jedoch nach eigenen Angaben, auch nach dem IPO einen maßgeblichen Anteil an der Sixt Leasing AG zu halten.
Während Investoren erst noch überzeugt werden müssen, scheinen die Aktionäre der Sixt SE begeistert zu sein. Sie lassen den Aktienkurs klettern: Notierte er im Januar vor der Ankündigung der Spin-off-Pläne noch bei rund 33 Euro, ist er seitdem auf über 42 Euro angestiegen.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de