Thomas Helmreich wird neuer CFO von Takko. Der Textil-Discounter kämpft mit sinkenden Umsätzen.

Takko Fashion GmbH

20.01.15
CFO

Thomas Helmreich übernimmt CFO-Posten bei Takko

Von Anna Wulf

Der Private-Equity-finanzierte Mode-Discounter Takko hat Thomas Helmreich zum CFO ernannt. Auch der Posten des Chief Merchandise Officer wird mit Peter Migsch neu besetzt. Das neue Führungsteam muss den Umsatzschwund stoppen.

 

Thomas Helmreich wird im Mai beim Textildiscounter Takko Fashion Nachfolger von Hannes Rumer als CFO. Rumer war drei Jahre lang Finanzchef von Takko. Er wird den neuen CFO beim Einstieg in die neue Rolle unterstützen und ihm noch etwa zwei Monate als Berater zur Seite stehen.

Helmreich kennt sich gut in der Modebranche aus. Er bringt nicht nur Finanzexpertise, sondern auch Erfahrung im Handel und in der Dienstleistungsbranche mit und ist durch seine Tätigkeit für die italienische Modekette Oviesse, heute OVS, mit dem Modegeschäft vertraut.

Neuer Takko-CFO Thomas Helmreich hat viel Handelserfahrung

Bevor er ins Textilgeschäft einstieg, arbeitete der 47-Jährige Helmreich zu Beginn seiner Karriere als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Arthur Andersen in Deutschland und Italien. Außerdem war Helmreich unter anderem für die inzwischen insolvente Drogeriemarktkette Ihr Platz, den Sicherheitsdienstleister Prosegur sowie für den E-Commerce-Dienstleister Netrada tätig. Momentan ist er CFO bei Thalia, einem deutschen Buchhandelsbetreiber und Cross-Channel-Händler.

Das Amt des Chief Merchandise Officer bei Takko bekleidet ab März Peter Migsch. Der 45-Jährige ersetzt in dieser Rolle Hardy Schulz, der Takko zu Jahresbeginn verlassen hat. Migsch bringt Firmenangaben zufolge 26 Jahre Verkaufserfahrung mit. Er soll in Zukunft Takkos Kollektionsentwicklung vorantreiben. Nach fast 20 Jahren bei C&A gestaltete Migsch zuletzt die Produktpalette des Modehauses Orsay neu.

Takko kämpft mit sinkenden Umsätzen

Die Aufgabe der beiden neuen Top-Manager bei Takko wird nicht einfach. Obwohl der Mode-Discounter im europäischen Ausland expandiert, musste Takko vor wenigen Wochen für das Quartal von August bis Oktober einen Umsatzrückgang einräumen. Die flächenbereinigten Umsätze, die die gestiegene Anzahl der Filialen nicht berücksichtigen, sind um mehr als 10 Prozent gefallen. Damit hat Takko, seit Ende 2010 im Besitz des PE-Investors Apax, noch stärker eingebüßt als der deutsche Textileinzelhandel als Ganzes.

Schon im Geschäftsjahr 2013/2014 hatte Takko mit sinkenden flächenbereinigten Umsätzen zu kämpfen. Für den auch im Spätsommer anhaltenden Umsatzschwund machte Takko das warme Herbstwetter verantwortlich.

 

anna.wulf[at]finance-magazin.de