Schwierige Gespräche mit den Banken, drängelnde Investoren: CFO Karin Sonnenmoser hat derzeit keinen leichten Job.

Ceconomy

FINANCE+ 09.07.20
CFO

„Wir wären für eine zweite Welle gerüstet“

Die Elektronikkette Ceconomy musste im März nahezu alle Läden schließen, Horrorszenarien für Cash-Abflüsse machten die Runde. Finanzchefin Karin Sonnenmoser spricht über die Verhandlung des KfW-Kredits, eine Neujustierung der Bankenpolitik und ihren Ärger über Moody’s.

Frau Sonnenmoser, Corona war Anfang des Jahres zunächst nur in Asien ein Thema. Im März infizierte das Virus dann Europa, wo Ceconomy seine Geschäfte betreibt. Wann kam Corona auf Ihren Radar?
Die ersten Signale haben wir bereits Ende Januar aus der Beschaffung von Media Markt Saturn erhalten, da unsere asiatischen Lieferanten uns auf Risiken hingewiesen haben. Wir haben dann schnell eine Task Force eingerichtet, um unsere Lieferkette in Asien zu sichern.

Ging das? Zeitweise gab es in der Branche Lieferengpässe bei Laptops …
Ja, das ist uns gelungen: Bei uns gab es anders als bei manchen Wettbewerbern keine Unterbrechungen oder Lieferengpässe. Als wir Mitte März dann fast von einem Tag auf den anderen alle Märkte schließen mussten, war klar: Jetzt geht es darum, die Liquidität zu sichern. Wir haben Kurzarbeit beantragt, Steuern und Mieten gestundet sowie Marketing- und Investitionsausgaben auf Eis gelegt. Insgesamt haben wir im zweiten Quartal – und dabei vor allem im März – 33 Millionen Euro gespart, im April fiel der Betrag noch höher aus.

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