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PE-Investor Aurelius dringt ins Buy-Out-Geschäft vor

PE-Investor Aurelius will sich jetzt verstärkt um den Mittelstand kümmern.
Thinkstock / Getty Images

Trotz der durch die Decke gehenden Bewertungen und des hohen Wettbewerbsdrucks am deutschen Markt für Mittelstands-Private-Equity  stößt jetzt auch der PE-Investor Aurelius in das Small- und Mid-Cap-Segment vor. Dafür gründen die Münchener Turnaround-Spezialisten  eine Tochter für Mittelstandskapital.

Der Investitionsfokus soll auf Mittelständlern liegen, die „eine zweistellige Ebitda-Marge, ein gutes Cashflow-Profil, eine etablierte Marktposition und gute Kundenbasis sowie Potential zur Umsatz- und Ertragssteigerung durch organisches Wachstum und Add-On Akquisitionen“ aufweisen, wie es seitens des Investors heißt. Der Jahresumsatz soll bis zu 50 Millionen Euro betragen. Damit definieren die Münchener ihre Zielunternehmen praktisch genauso wie zahlreiche andere Fonds, die bereits seit längerem in diesem Marktsegment tätig sind. Dazu gehören PE-Häuser wie zum Beispiel Hannover Finanz, Finatem und Aheim Capital, denen durch „Aurelius  Mittelstand“ nun ein zusätzlicher Konkurrent erwächst.

Aurelius verspricht sich Vorteile durch seine „gute Marktposition und unseren bekannten Namen“, wie Aurelius-Chef Dirk Markus gegenüber FINANCE sagt. Der starke Wettbewerb sorgt aber auch dafür, dass Aurelius mit deutlich weniger Deals rechnet als im Stammgeschäft, wo Aurelius europaweit Unternehmen in Sondersituationen erwirbt – in manchen Jahren zehn und mehr. „Wir planen ein bis zwei Transaktionen pro Jahr“, gibt Markus als Zielgröße vor. Aurelius Mittelstand will sich vor allem auf die Nachfolgeproblematik konzentrieren.  Auch die bis dato jüngste Neugründung am deutschen PE-Markt, die im vergangenen Monat gegründete PE-Boutique BCP Beyond Capital Partners, hat sich diese Nische ausgeguckt.

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Evergreen-Fonds soll Mittelständler locken

Im Gegensatz zu klassischen PE-Projekten ist das Engagement der Aurelius-Tochter allerdings nicht an die Laufzeit eines Fonds gebunden. „Gerade wenn es um Nachfolgen im Mittelstand geht, sehen wir in einer zeitlich endlichen Fondskonstruktion eher Nachteile“, erklärt Markus.

An finanzieller Schlagkraft soll es dem Neuling nicht mangeln. Aus dem Aurelius-Topf stehen derzeit rund 200 Millionen Euro für kommende Transaktionen zur Verfügung– allerdings muss das Mittelstandsteam beim Zugriff auf diese Mittel mit den Turnaround-Spezialisten von Aurelius konkurrieren. Doch Markus denkt bereits in größeren Dimensionen. Für größere Deals werden auch  externe Investoren mit ins Boot genommen, berichtet der Aurelius-Gründer.

Geführt wird Aurelius Mittelstand von einem Team aus vier M&A-Professionals: Geschäftsführer Carsten Abdel Hadi stammt aus dem Hause Aurelius, wo er seit fünf Jahren als Investment Director arbeitet. Zuvor hat Abdel Hagi für die US-Investmentbank Jefferies und für KPMG gearbeitete. Die Namen der anderen drei Professionals will Aurelius nicht nennen.

julia.becker[at]finance-magazin.de

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