Inside Corporate Banking

Abonnements

Startseite Deals Deutschland Rocket Internet holt philippinischen Investor an Bord

Rocket Internet holt philippinischen Investor an Bord

Die Berliner Start-Up-Schmiede Rocket Internet holt philippinische Investoren mit ins Boot.
Thinkstock / Getty Images

Die Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet, um die sich gerade Gerüchte um einen baldigen Börsengang im Herbst ranken, hat philippinische Investoren an Bord geholt. Der Telekom-Konzern Philippine Long Distance Telephone Company (PLDT) hat einen Anteil von 10 Prozent erworben und dafür 333 Millionen Euro bezahlt, wie Rocket Internet am Donnerstag mitteilte.  

Rocket Internet: Festigung im asiatischen Markt

Der dem Investoreneinstieg zu Grunde liegende Eigenkapitalwert von 3,3 Milliarden Euro  liegt am unteren Ende der kolportierten 3 bis 5 Milliarden Euro, die Rocket Internet Marktberichten zufolge bei dem allgemein für Herbst erwarteten Börsengang anpeilen soll. Um die Vorbereitungen professionell zu managen, hat Rocket Internet im Mai auch den früheren Goldman-Sachs-Banker Philipp Kimpel als CFO verpflichtet.

Der neue Anteilseigner PLDT ist eigenen Angaben zufolge das führende Telekom-Unternehmen auf den Philippinen und unter anderem auf Entwicklung mobiler Bezahlsysteme spezialisiert. Eine wichtige Tochtergesellschaft der PLDT ist Smart Communications Inc., ein Entwickler von Online-Zahlungssystemen. Einer Allianz mit den Philippinos scheinen die Samwer-Brüder strategischen Wert einzuräumen, schließlich sind  mehrere Unternehmen aus der Rocket-Schmiede in Asien aktiv, auch im Mobile-Bereich.

Rocket Internet wurde 2007 von den Brüdern Marc, Oliver und Alexander Samwer gegründet. Zu den Firmen, die bei Rocket groß geworden sind, gehört auch der Modehändler Zalando, dem ebenfalls Börsenpläne nachgesagt werden. Auch Zalandos Marktwert wird von Beobachtern auf einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag beziffert. Nachdem inzwischen auch diverse andere Investoren bei Zalando eingestiegen sind, hält Rocket Internet noch einen Anteil von 18 Prozent an dem stark wachsenden E-Commerce-Haus.

camilla.naschert[at]finance-magazin.de