Die Investorengruppe Panthers übernimmt nun doch keine Unternehmensanteile des TV-Herstellers Loewe. Mitarbeiter und Management von Loewe reagieren empört.

Loewe

26.02.14
Deals

Loewe: PE-Investor Stargate Capital wieder im Rennen

Nach dem geplatzten Verkauf von Loewe an die Investorengruppe Panthera weisen sich die Beteiligten gegenseitig die Schuld zu. Unter den neuen Bietern befindet sich offenbar der PE-Investor Stargate Capital.

Beim insolventen Kronacher TV-Hersteller Loewe ist  nach dem Rückzieher der Investorengruppe Panthera wieder alles offen: Der avisierte Asset Deal kann nicht stattfinden, weil Panthera die geforderte zweistellige Millionensumme nicht aufbringen kann – so zumindest die Version von Loewe. Während sich das Unternehmen und Panthera nun gegenseitig die Schuld zuschieben, verhandelt Loewe zugleich mit einem neuen potentiellen Investor.

Wie verschiedene Medien heute melden, handelt es sich dabei um den Münchner PE-Investor Stargate Capital, der sich schon vor dem Zuschlag an Panthera für Loewe interessiert haben soll. Ein Unternehmenssprecher wollte dies auf Nachfrage nicht gegenüber FINANCE bestätigen. Auch Mark Hüsges, geschäftsführender Gesellschafter von Stargate Capital,  wollte sich gegenüber FINANCE nicht äußern. „Wir sprechen nicht über laufende Projekte“, sagte er.

PE-Investor Stargate Capital hat keinen Fonds

Hinter dem Münchner PE-Investor Stargate Capital steht neben dem früheren Investmentbanker Mark Hüsges noch Boris Levin. Der promovierte Ingenieur ist seit 20 Jahren im PE-Geschäft – unter anderem als deutscher Büroleiter bei Syntegra Capital Europe. Stargate verfolgt einen opportunistischen Investitionsatz und verweist auf sein starkes Netzwerk in Asien. Auf seiner Homepage schreibt der PE-Investor, Stargate könne insbesondere Unternehmen unterstützen, „die durch verstärktes Engagement in diesen Regionen Ertragssteigerungspotential sehen.“ Dabei stehen Sondersituationen mit Restrukturierungsaufwand im Vordergrund.

Der Finanzinvestor investiert nicht aus einem Fonds, sondern „vornehmlich eigenes Kapital“ und hatte bislang drei Beteiligungen in Deutschland. Bei größeren Deals behält sich der PE-Investor entsprechend vor, Partner miteinzubeziehen, wie Hüsges gegenüber FINANCE sagte. Derzeit hält Stargate Capital noch eine Minderheit am Ostfildener Werkzeugmaschinenbauer Gehring, den Stargate 2009 aus der Insolvenz übernommen hatte. 2012 hatte Stargate 75 Prozent an den tscheschischen PE-Investor Penta Investments weitergereicht.