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M&A-Deals: Adva, Heideldruck, BASF

M&A-Deal in der Telekommunikationsbranche: Adva Optical Networking und der US-Glasfaserspezialist Adtran wollen sich zusammenschließen. Foto: Connect world – stock.adobe.com

Adva und Adtran fusionieren

Adva Optical Networking und Adtran schließen sich zusammen: Wie der Anbieter von Telekommunikationslösungen aus Martinsried bei München bekanntgab, will ihn der US-Glasfaserspezialist im Rahmen eines Umtauschangebots übernehmen. Die beiden Unternehmen sollen unter einer neuen Holdinggesellschaft, die als Tochtergesellschaft von Adtran gegründet wurde und nach erfolgreichem Closing in „Adtran Holdings“ umbenannt wird, zusammengeführt werden. Durch die Fusion soll „ein global führender Anbieter von Ende-zu-Ende Glasfasernetzwerklösungen für Netzbetreiber, Unternehmen und Behörden geschaffen werden“. Das fusionierte Unternehmen soll auf einen Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1 Milliarde Euro) kommen.

Die US-Amerikaner bieten den Adva-Aktionären 0,8244 Anteilsscheine an der neuen Holdinggesellschaft je Adva-Aktie. Das Angebot entspreche einem Wert von 14,98 Euro je Adva-Papier sowie einem Eigenkapitalwert von 789 Millionen Euro und einem Unternehmenswert von 759 Millionen Euro. Damit liege das Multiple – basierend auf dem Umsatz der vergangenen zwölf Monate zum 30. Juni 2021 – bei 1,3x. Würden alle Adva-Aktien angedient werden, befänden sich nach dem Closing rund 54 Prozent des neuen Unternehmens in den Händen der Adtran-Aktionäre – und rund 46 Prozent würden demnach auf die Adva-Aktionäre entfallen.

Der Zusammenschluss wurde bereits von dem Board of Directors von Adtran sowie dem Adva-Vorstand um CFO Ulrich Dopfer und dem Adva-Aufsichtsrat genehmigt. Wie Adva mitteilte, wird der derzeitige Adtran-CFO Mike Foliano seine Position behalten. Welche Rolle Dopfer einnehmen wird, wurde nicht genannt. Der größte Adva-Aktionär Egora, der rund 13,7 Prozent an dem Netzwerkausrüster hält, hat sich bereits dazu verpflichtet, seine Beteiligung anzudienen. Der M&A-Deal unterliegt einer Mindestannahmeschwelle von 70 Prozent und benötigt noch die Zustimmung durch die Bafin. Die Annahmefrist soll im November starten, mit dem Abschluss der Transaktion rechnet Adva im zweiten oder dritten Quartal kommenden Jahres.

Für Adva agierte die Jefferies Financial Group als Finanzberater und Hogan Lovells (Federführung: Michael Rose und Richard Aftanas) als Rechtsberater. Adtran wurde finanziell von Bofa Securities und rechtlich von Kirkland & Ellis unterstützt. Egora ließ sich bei der Transaktion von Baker Tilly (Federführung: Stephan Zuber und Ralf Ek) beraten.

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