Die Arbeit von Buchhaltern bildet die Grundlage für beinahe die gesamte Finanzabteilung. Ohne saubere Buchführung können weder Analysen noch Prognosen noch strategische Entscheidungen im Unternehmen getroffen werden. Kaum ein Berufsbild verändert sich so wie das des Buchhalters – und das wird es sich aufgrund von Künstlicher Intelligenz und Co. auch weiterhin.
Repetitive Aufgaben in der Buchhaltung werden zunehmend automatisiert oder durch verschiedene Tools stark vereinfacht. Das bringt neue Herausforderungen mit sich: Buchhalter müssen mit der digitalen Entwicklung Schritt halten und sich in der Bedienung digitaler Tools weiterbilden. Gleichzeitig steigt der Anspruch an analytische Fähigkeiten und Prozessorientierung.
Spezialisierung bei Buchaltern gefragt
Diese Entwicklung rückt die Buchhalter wieder in den Fokus der Unternehmen. Waren Accountants in der Vergangenheit weniger gefragt, erleben die Spezialisten eine deutlich höhere Nachfrage. „Buchhalter dürfen optimistisch in die Zukunft blicken. Die Berufsaussichten sind hervorragend – insbesondere für diejenigen, die ihre digitalen Kompetenzen ausbauen“, sagt Hays-Experte Erich Schwinghammer. Besonders gefragt sind zudem Buchhalter mit einem Abschluss als Finanz- oder optimalerweise Bilanzbuchhalter oder einer Steuerfachausbildung. Unternehmen suchen vor allem Kandidaten, die fachliche Tiefe mit technologischer Affinität verbinden und komplexe Anforderungen in skalierbare Prozesse übersetzen.
Im Gehalt schlägt sich das bislang jedoch kaum nieder – verdienen die Experten doch zum Teil deutlich weniger als andere Berufsgruppen in der Finanzabteilung. „Die Gehälter im Accounting entwickeln sich eher moderat und folgen meist bloßen Inflationsanpassungen“, sagt Schwinghammer. Er ist sich dennoch sicher, dass die hohe Nachfrage positive Effekte auf die Gehaltsentwicklung der Buchhalter haben wird. „Vor allem auf Leitungsebene sind deutliche Steigerungen absehbar, da die Anforderungen komplexer werden und Entscheidungen immer schneller fallen müssen“, führt er weiter aus.
Nichtsdestotrotz steigen die Gehälter auch jetzt schon leicht an. Mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung verdienen Junior-Buchhalter im Schnitt 53.900 Euro. Die Gehaltsspanne liegt dabei zwischen 45.500 und 60.000 Euro.
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Mit mehr Erfahrung steigen auch die Gehälter der Accounting-Spezialisten. Sie können bei einer Berufserfahrung von drei bis fünf Jahren zwischen 51.600 und 75.000 Euro, im Schnitt 64.700 Euro, verdienen. Ab sechs Jahren und mehr liegt das Höchstgehalt der Accountants bei bis zu 85.000 Euro – und damit noch deutlich unter der 100.000-Euro-Marke. Im Schnitt verdienen die Spezialisten rund 76.200 Euro, bei einem Mindestgehalt von 66.000 Euro.
Info
Dieser Text ist ein Auszug aus dem neusten FINANCE-Gehaltsreport 2025. Wie sehen die Gehalts- und Karriereaussichten bei anderen Berufsgruppen wie Treasurer, Investor-Relations-Manager oder M&A-Experten aus? Und wie verdienen sie im Vergleich zu anderen Finanzspezialisten in Corporate Finance? Das und mehr erfahren Sie im Gehaltsreport, den Sie hier kostenlos herunterladen können.
Frederic Haupt ist Redakteur bei FINANCE und betreut schwerpunktmäßig die Themen Private-Equity und M&A. Er hat Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Media University (ehemals HMKW) studiert. Nach dem Studium hat er sein Volontariat bei F.A.Z. Business Media absolviert und dabei neben FINANCE für weitere Publikationen des Verlags gearbeitet, unter anderem für die Personalwirtschaft und das Wir-Magazin.
