Abwärtsspirale: Die Aktie von Volkswagen ist unter Druck.

Volkswagen

22.09.15
Finanzabteilung

Volkswagen stellt 6,5 Milliarden Euro wegen Abgas-Skandal zurück

Volkswagen hat in den USA Abgastests manipuliert. Jetzt hat der Autobauer beziffert, wie schwindelerregend teuer ihn die Affäre zu stehen kommen könnte. Die Investoren reagieren panisch.

Für Volkswagens Finanzchef Hans Dieter Pötsch sind es wahrscheinlich die letzten Monate im Amt, bevor er zum Aufsichtsratschef gewählt wird. Doch ein ruhiges Ausrollen ist Pötsch nicht vergönnt.

Volkswagen hatte am Sonntag zugegeben, in den USA Abgastests bei Diesel-Fahrzeugen manipuliert zu haben. Jetzt hat der Autobauer erstmals die finanzielle Dimension des Abgas-Skandals beziffert: 6,5 Milliarden Euro haben die Wolfsburger wegen der Affäre mit offenem Ausgang für das 3. Quartal zurückgestellt. Außerdem erklärte der Konzern, seine Gewinnziele angepasst zu haben.

Volkswagen-Aktie bricht ein

Die Investoren reagieren geschockt. Die Aktie von Volkswagen bricht am Dienstag erneut um 22 Prozent ein. Damit liegt der Rückgang des Papiers seit Montag schon bei mehr als 40 Prozent.

Anfang September hatten Volkswagen und Porsche bekanntgegeben, dass der bisherige CFO Hans Dieter Pötsch zum Aufsichtsratschef werden soll. Pötsch wird damit Nachfolger des im Frühjahr zurückgetretenen Ferdinand Piech. Der Vertrag von CEO Martin Winterkorn wurde bis 2018 verlängert.

Laut Medienberichten surrt schon ein Nachfolgekandidat für den CFO-Posten mit dem Motor: Audi-Chef Rupert Stadler gehöre zum Kreis der möglichen Nachfolger, wie es Anfang September hieß. Eine Wahl sei aber noch nicht getroffen worden.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de